einsam & verlassen
Schade, dass man zum Verstehen immer kommunizieren muss. Ich wünschte, jemand könnte ohne Umschweife direkt in mein Herz sehen und die sich darin befindende Sehnsucht nicht nur erkennen, sondern sogar stillen wollen, ohne dass darüber Worte gewechselt werden müssen. Ich würde mich wiederholen, wenn ich schreibe, dass ich mich einsam fühle. Mit dem Alleinsein habe ich keine Probleme, mit der schier unstillbaren Einsamkeit in mir jedoch schon. Ich würde mir gerne selbst helfen, schließlich bin ich nur sehr ungerne auf andere angewiesen, weil dann in mir auch Schuldgefühle aufkeimen, aber weiß nicht wie.
pattyv - am Mittwoch, 23. Juli 2008, 17:42 - Rubrik: einsam & verlassen
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Ich dachte, ich hätte mich gefühlsmäßig besser im Griff. Habe ich aber nicht. Ich kann es mit dem Verstand auch nicht kontrollieren, zumindest nicht langfristig. Irgendwann brechen die Emotionen und Ängste durch, die alle selbst zugesprochenen und tröstenden Sachlichkeiten niederwalzen und nur noch tiefe Verzweiflung zurücklässt, die für niemanden auf dieser Welt verstehbar ist, weil das, was passiert ist, für andere gewöhnlicher nicht sein könnte, weswegen ich das Thema hier auch nicht ausführen kann, denn ich würde mich damit lächerlich machen, meinen minimalen Rest an Daseinsberechtigung, den ich mir selbst sowieso nicht zugestehe, völlig verlieren.Gefühlsmäßig fühle ich mich diesbezüglich wie ein Alien, nicht zugehörig zu der Spezies namens Mensch, gleichwohl man mich optisch so ausgestattet hat. Welch trügerischer Schein! Habe ich mich je so einsam gefühlt? Ich kann nicht bei Sinnen sein.
Ich bin Gefangener meiner Gefühle, die mich, geritten von meinen Gedanken, gestern Nacht so fertig gemacht haben, dass ich nicht mehr klar denken konnte, letztendlich Schlaftabletten einwarf, nur um endlich schlafen zu können und nichts mehr fühlen zu müssen, wobei das Fatale an dieser Situation das Aufwachen ist, denn mit ihm kommt der Schmerz wie eine geballte Faust, die den geübten Boxer in einem Moment der Konzentrationslosigkeit überraschend trifft, zurück. Ich weiß nicht, wie ich wach und bei Sinnen diesen Tag überstehen soll. Die nächste Nacht und damit das schlafende Vergessen sind noch so fern. Ich weiß auch nicht, was ich einwerfen könnte, um den Schmerz zu verdrängen. Außer Kopfschmerz- und Schlaftabletten nehme ich nie welche zu mir. Drogen? Nein! Davor habe ich Angst. Ich habe auch noch nie welche genommen, obwohl ich mir schon einmal gewünscht habe, das unter ärztlicher Aufsicht zu tun, nur um zu wissen, wie ich auf selbige reagiere. Im Moment möchte ich einfach nur meine Ruhe, niemanden sehen, sprechen, lesen oder hören, doch es gilt zu funktionieren, zumindest so lange, bis die Nacht wieder ihren Weg zu uns gefunden hat. Hoffentlich ist sie heute in Sportschuhen unterwegs.
pattyv - am Mittwoch, 2. April 2008, 09:10 - Rubrik: einsam & verlassen
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Seit Tagen, nein, seit Wochen, quält mich nur diese eine Frage, die in meinem Kopf immer und immer lauter wird, die auch immer mehr Raum in meinen Gedanken einnimmt, fast alles andere zurückdrängt, was wohl auch damit zusammenhängt, dass die verbleibende Zeit sich immer mehr reduziert: was kann ich noch aus meinem Leben machen? Welche Optionen stehen mir grundsätzlich noch zur Verfügung und welche dieser erachte ich als erstrebenswert? Für was bin ich zu alt, für was zu ängstlich, für was gänzlich ungeeignet?
Einen neuen Beruf erlernen?
Heiraten und Kinder bekommen?
Auswandern?
Aufgeben?
Wieso fühlt sich mein ungelebtes Leben bereits so ausgelebt, so inhaltsleer, so unfüllbar an? Und auf was warte ich eigentlich? Was soll denn passieren, dass ich endlich glaube, dass mein Leben tatsächlich schon begonnen hat, die Countdown-Phase schon seit Jahre abgelaufen ist?
Wie spüre ich - von den organischen Grundfunktionen einmal abgesehen – Leben?
Einen neuen Beruf erlernen?
Heiraten und Kinder bekommen?
Auswandern?
Aufgeben?
Wieso fühlt sich mein ungelebtes Leben bereits so ausgelebt, so inhaltsleer, so unfüllbar an? Und auf was warte ich eigentlich? Was soll denn passieren, dass ich endlich glaube, dass mein Leben tatsächlich schon begonnen hat, die Countdown-Phase schon seit Jahre abgelaufen ist?
Wie spüre ich - von den organischen Grundfunktionen einmal abgesehen – Leben?
pattyv - am Dienstag, 5. Februar 2008, 01:10 - Rubrik: einsam & verlassen
Die Stunden bis zum wichtigsten Gespräch dieses Jahres sind gezählt (nicht mal mehr 8). Damit einhergehend wächst meine Nervosität ins Unermessliche. Gefühlt geht es diesmal tatsächlich um Leben oder Tod, wobei ich, genau aus diesem Grund gehofft hatte, dass […], aber ich hoffte vergebens, was mich ehrlich gesagt doch sehr enttäuscht.
Und so bestreite ich diesen entscheidenden Kampf alleine.
Und so bestreite ich diesen entscheidenden Kampf alleine.
pattyv - am Donnerstag, 29. November 2007, 02:13 - Rubrik: einsam & verlassen
Eine Frage, die zu Lebzeiten so gut wie nie beantwortet wird, wohl auch weil man das meist unangenehme Thema Tod, sollte es eine unheilbare Krankheit oder eine grundsätzliche Todessehnsucht nicht ins Bewusstsein rücken, weit von sich schiebt, ist die, wer zur eigenen Beerdigung erscheint.
Mit voranschreitendem Alter rückt ungeachtet der obigen Äußerung aber auch zwangsläufig ein biologisches Ende täglich immer näher, weshalb der eine oder andere doch irgendwann damit anfängt, sich damit auseinanderzusetzen.
Natürlich würde auch ich nur zu gerne wissen, wer an meiner Beerdigung erscheint, noch mehr interessiert mich aber die Frage, die noch wesentlich weniger beantwortet werden kann, - noch nicht einmal dann, wenn jene, die mich mögen sollten, diese Zeilen lesen und mir ein positives Feedback geben würden, weil ich es SEHR wahrscheinlich nicht glauben würde - ob und bei wem mein Ableben tatsächlich schmerzliche Spuren im Herzen hinterließe und wenn ja, in welcher Intensität.
Schade, dass der Mensch so konzipiert ist, dass er sein Gegenüber belügen kann – und sei es auch nur eine Notlüge, um den anderen nicht zu verletzen oder als Höflichkeitsgeste, dass das Essen gut war oder das unpassende Weihnachtsgeschenk wunderschön usw. Sicher hätte es auch mich schon etliche Male getroffen und auch ich mit meinen Lügen andere, aber ist das der Weg der Vertrauen schafft?
Aber worüber beklage ich mich eigentlich? Ich kann doch nichts bedauern, dass ich selbst nicht vorzuleben vermag?! Und doch wünschte ich, bis in die Tiefen der Herzen meiner Gegenüber blicken zu können, um an dieser Wahrheit eine Orientierungshilfe für einen gangbaren und glaubhaften Weg mit meinem Sein zu finden.
Mit voranschreitendem Alter rückt ungeachtet der obigen Äußerung aber auch zwangsläufig ein biologisches Ende täglich immer näher, weshalb der eine oder andere doch irgendwann damit anfängt, sich damit auseinanderzusetzen.
Natürlich würde auch ich nur zu gerne wissen, wer an meiner Beerdigung erscheint, noch mehr interessiert mich aber die Frage, die noch wesentlich weniger beantwortet werden kann, - noch nicht einmal dann, wenn jene, die mich mögen sollten, diese Zeilen lesen und mir ein positives Feedback geben würden, weil ich es SEHR wahrscheinlich nicht glauben würde - ob und bei wem mein Ableben tatsächlich schmerzliche Spuren im Herzen hinterließe und wenn ja, in welcher Intensität.
Schade, dass der Mensch so konzipiert ist, dass er sein Gegenüber belügen kann – und sei es auch nur eine Notlüge, um den anderen nicht zu verletzen oder als Höflichkeitsgeste, dass das Essen gut war oder das unpassende Weihnachtsgeschenk wunderschön usw. Sicher hätte es auch mich schon etliche Male getroffen und auch ich mit meinen Lügen andere, aber ist das der Weg der Vertrauen schafft?
Aber worüber beklage ich mich eigentlich? Ich kann doch nichts bedauern, dass ich selbst nicht vorzuleben vermag?! Und doch wünschte ich, bis in die Tiefen der Herzen meiner Gegenüber blicken zu können, um an dieser Wahrheit eine Orientierungshilfe für einen gangbaren und glaubhaften Weg mit meinem Sein zu finden.
pattyv - am Montag, 19. November 2007, 11:53 - Rubrik: einsam & verlassen
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Manchmal bilde ich mir ein, schon direkt in den Schlund des Teufels geblickt zu haben und frage mich, warum er mich nicht einfach verschluckt hat. Ob es ihm wohl eine Genugtuung ist, mich mit seiner Fratze und der zeitlich offenen Frage, wann er es denn endlich umsetzen wird, stets auf einem hohen Angstlevel zu halten?
Warum ich nicht weglaufe? Wo auch immer ich mich hinbewege – er ist stets vor mir da.
Warum ich nicht weglaufe? Wo auch immer ich mich hinbewege – er ist stets vor mir da.
pattyv - am Mittwoch, 7. März 2007, 12:45 - Rubrik: einsam & verlassen
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Mangels Möglichkeiten blieb Blut heute außen vor, obwohl nichts mehr in mir wütete als dieses durstende Verlangen nach pulsierendem Lebenssaft, den ich fließend sehen wollte. Ich konnte meinen Zorn kaum zügeln, weinte still vor mich hin, obwohl mir nach einem befreienden und lauten Losschluchzen war. Einmal mehr war ich gefangen, angekettet an äußere Umstände, die mich dort festhielten, wo ich nicht sein wollte, aber doch sein musste.
In den letzten Tagen und Wochen hat sich ein treuer Begleiter namens bittere Erfahrung an meine Seite gesellt, dessen Sinnhaftigkeit sich mir bis jetzt nicht erschließt. Worin mag nur der Reiz liegen, einzutauchen in das Gefühlsbecken seines Gegenübers, wenn dort doch nur der Stöpsel gezogen wird und das Rinnsaal seinen leerenden Lauf nimmt?
Ich versuche mich festzuhalten, ein wenig darauf hoffend, dass das Becken wieder jemand abdichtet, um mir nicht gänzlich die Lebensgrundlage zu entziehen, doch ich spüre die Zugkraft des verschlingenden Sogs, der mich energisch immer weiter in die Tiefe zieht – und das obwohl ich schwimmen kann!
Sind Verstehensdiskrepanzen eigentlich überwindbar? Ich wollte doch nur ein paar kleine, bezaubernde Augenblicke sammeln, so wie Rotkäppchen, das in den Wald zog, um der Großmutter ein paar hübsche Blumen zu pflücken. Und dann kamen sie, die nach Vernunft heischenden Moment-Räuber, entrissen mir den Korb mit den wunderbaren Kostbarkeiten, um mich meiner kleinen Träume beraubt bestohlen zurückzulassen
In den letzten Tagen und Wochen hat sich ein treuer Begleiter namens bittere Erfahrung an meine Seite gesellt, dessen Sinnhaftigkeit sich mir bis jetzt nicht erschließt. Worin mag nur der Reiz liegen, einzutauchen in das Gefühlsbecken seines Gegenübers, wenn dort doch nur der Stöpsel gezogen wird und das Rinnsaal seinen leerenden Lauf nimmt?
Ich versuche mich festzuhalten, ein wenig darauf hoffend, dass das Becken wieder jemand abdichtet, um mir nicht gänzlich die Lebensgrundlage zu entziehen, doch ich spüre die Zugkraft des verschlingenden Sogs, der mich energisch immer weiter in die Tiefe zieht – und das obwohl ich schwimmen kann!
Sind Verstehensdiskrepanzen eigentlich überwindbar? Ich wollte doch nur ein paar kleine, bezaubernde Augenblicke sammeln, so wie Rotkäppchen, das in den Wald zog, um der Großmutter ein paar hübsche Blumen zu pflücken. Und dann kamen sie, die nach Vernunft heischenden Moment-Räuber, entrissen mir den Korb mit den wunderbaren Kostbarkeiten, um mich meiner kleinen Träume beraubt bestohlen zurückzulassen
pattyv - am Dienstag, 27. Februar 2007, 00:21 - Rubrik: einsam & verlassen
Verkenne ich die Wirklichkeit? Trügen meine Sinne? Inwieweit kann ich mich auf das, was ich fühle, verlassen? Hat das Misstrauen jetzt schon krankhafte Züge angenommen oder schlage ich mir in selbst verletzender Manier nicht ständig selbst ein Schnippchen, um die Süße der Qual bis zum Exzess zu betreiben?
Wem, wenn nicht mir, soll ich vertrauen? Wo ist die Quelle des Ursprungs, dort, wo Wahrheit sich in purem Vertrauen und Glauben ergießt ?
Ich irre ziellos umher ...
Wem, wenn nicht mir, soll ich vertrauen? Wo ist die Quelle des Ursprungs, dort, wo Wahrheit sich in purem Vertrauen und Glauben ergießt ?
Ich irre ziellos umher ...
pattyv - am Donnerstag, 15. Februar 2007, 09:31 - Rubrik: einsam & verlassen
Ich bin einfach nur müde, dauermüde, erschöpft, kraft- und motivationslos. Im Rückblick auf die vergangenen Wochen wird Stagnation laut, so laut, dass sie sich zum schreienden Mittelpunkt meines Daseins katapultiert. Wenn ich nur ein Ziel hätte, auf das ich hinleben könnte, einen Grund fände, für den es sich zu leben lohnt, etwas, das ein wärmendes Feuer in meinem erkalteten Ich entfacht.
Es ist alles so sinnlos, auch das Schreiben dieser Zeilen. Wofür mache ich das? Was erhoffe ich mir dadurch, dass mich jemand rettet? Wovor? Vor mir selbst?
Ich weiß einfach nicht, wie ich mein Leben konkret leben soll, um aus diesem Gefühl der Aussichtslosigkeit herauszukommen. Tagsüber wünsche ich mir manchmal, schon tot zu sein, um diesen Kampf namens Überleben nicht mehr kämpfen zu müssen, während ich nachts aber genau davor Angst habe: plötzlich alleine und geborgenheitslos zu sterben.
Wie soll das alles weitergehen? Und warum?
Wenn ich meinen eigenen Gedanken nachgehe, den Empfindungen, denen ich mich nicht entziehen kann, also den Gefühlen, von denen ich glaube, sie widersprechen jeder Norm, Raum gewähre, weshalb ich annehme, dass sie für das Gros der Masse auch unverständlich sind bzw. mich aus diesem Grund diese Mehrheit an Menschen als absonderlich empfinden muss, obwohl ich andererseits doch glaube, nein, überzeugt bin (aber eben nur ganz heimlich für mich alleine) dass sie, meine Gefühle, – aufgrund ihrer Einfachheit - verständlich sein müssten, erstrebe ich mir eigentlich nichts Weltbewegendes, eher etwas Elementares, sozusagen das Stillen einer Grundsehnsucht des Herzens, das sich jemand Vertrautes an seiner Seite wünscht.
Ein Jemand, der für mich da ist, mir zuhört, meine Hand hält, diese auch nicht mehr loslässt, mich umarmt, nachfragt und mit mir meinen Weg geht. Paradoxerweise bin ich mit einem Mann liiert, der sich für mich, um mal plastisch zu sprechen, „den Arsch aufreißt“, wobei ich einfach nicht in der Lage bin, das zu fühlen. Nein, meistens ist es sogar so, dass ich mich – trotz seiner Anwesenheit – einsam fühle. Ich weiß, dass ich das nicht schreiben sollte, auch weil es ihn sicherlich kränkt, wenn er diese Zeilen liest (und ich denke, das wird er), und doch ist es einfach nur Fakt, obwohl es früher ganz anders war.
Manchmal frage ich mich, ob ich einfach nur falsch fühle, obwohl meines Erachtens nichts grundehrlicher sein kann als ein Gefühl oder ob ich abgestumpft bin, weil ich mich an die mir zugetragene Liebe einfach schon so gewöhnt habe, ähnlich wie bei einem neuen Bild, das man, nach dem es Monate an der gleichen Stelle hängt, nicht mehr bewusst wahrnimmt?
Aber was mache ich mit dem Eifersucht ähnelnden Schmerz, der aufkeimt, wenn ich andere im liebevollen Miteinander sehe? Menschen, die einander tatsächlich umarmen, sich streicheln, warme Blicke schenken, kurz ein gelebtes Wir nach Außen verkörpern.
Erwarte ich einfach zu viel?
Soll ich das Gefühl mit dem Verstand bekämpfen und ihm sagen, dass es keinerlei Berechtigung hat?
Es ist alles so sinnlos, auch das Schreiben dieser Zeilen. Wofür mache ich das? Was erhoffe ich mir dadurch, dass mich jemand rettet? Wovor? Vor mir selbst?
Ich weiß einfach nicht, wie ich mein Leben konkret leben soll, um aus diesem Gefühl der Aussichtslosigkeit herauszukommen. Tagsüber wünsche ich mir manchmal, schon tot zu sein, um diesen Kampf namens Überleben nicht mehr kämpfen zu müssen, während ich nachts aber genau davor Angst habe: plötzlich alleine und geborgenheitslos zu sterben.
Wie soll das alles weitergehen? Und warum?
Wenn ich meinen eigenen Gedanken nachgehe, den Empfindungen, denen ich mich nicht entziehen kann, also den Gefühlen, von denen ich glaube, sie widersprechen jeder Norm, Raum gewähre, weshalb ich annehme, dass sie für das Gros der Masse auch unverständlich sind bzw. mich aus diesem Grund diese Mehrheit an Menschen als absonderlich empfinden muss, obwohl ich andererseits doch glaube, nein, überzeugt bin (aber eben nur ganz heimlich für mich alleine) dass sie, meine Gefühle, – aufgrund ihrer Einfachheit - verständlich sein müssten, erstrebe ich mir eigentlich nichts Weltbewegendes, eher etwas Elementares, sozusagen das Stillen einer Grundsehnsucht des Herzens, das sich jemand Vertrautes an seiner Seite wünscht.
Ein Jemand, der für mich da ist, mir zuhört, meine Hand hält, diese auch nicht mehr loslässt, mich umarmt, nachfragt und mit mir meinen Weg geht. Paradoxerweise bin ich mit einem Mann liiert, der sich für mich, um mal plastisch zu sprechen, „den Arsch aufreißt“, wobei ich einfach nicht in der Lage bin, das zu fühlen. Nein, meistens ist es sogar so, dass ich mich – trotz seiner Anwesenheit – einsam fühle. Ich weiß, dass ich das nicht schreiben sollte, auch weil es ihn sicherlich kränkt, wenn er diese Zeilen liest (und ich denke, das wird er), und doch ist es einfach nur Fakt, obwohl es früher ganz anders war.
Manchmal frage ich mich, ob ich einfach nur falsch fühle, obwohl meines Erachtens nichts grundehrlicher sein kann als ein Gefühl oder ob ich abgestumpft bin, weil ich mich an die mir zugetragene Liebe einfach schon so gewöhnt habe, ähnlich wie bei einem neuen Bild, das man, nach dem es Monate an der gleichen Stelle hängt, nicht mehr bewusst wahrnimmt?
Aber was mache ich mit dem Eifersucht ähnelnden Schmerz, der aufkeimt, wenn ich andere im liebevollen Miteinander sehe? Menschen, die einander tatsächlich umarmen, sich streicheln, warme Blicke schenken, kurz ein gelebtes Wir nach Außen verkörpern.
Erwarte ich einfach zu viel?
Soll ich das Gefühl mit dem Verstand bekämpfen und ihm sagen, dass es keinerlei Berechtigung hat?
pattyv - am Samstag, 27. Januar 2007, 17:07 - Rubrik: einsam & verlassen
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Gefangen zwischen Himmel und Erde, nicht wissend, wohin ich gehöre, gesättigt und leer zugleich. Mein Kopf registriert all die Grundfunktionen, die auf Leben schließen lassen, während sich mein Herz inzwischen so verkrampft hat, dass das pulsierende Blut kaum noch Bahnen findet, durch die es sich winden kann und Misstrauen das mich durchdringende Gefühl ist, so als ob ich mich damit schützen könnte. Es, das Herz, will sich nicht mehr entspannen, hat sich verschlossen wie ein vor Angst zusammengerollter Igel, der sich nicht mehr getraut, seine Schutzhaltung aufzugeben, weil er raffinierte Beutefänger in der Nähe befürchtet.Auf sachliche Argumente, die der Vernunft sicherlich dienlich sind, reagiert es nicht. Ich weiß nicht, wie ich es wieder zum Leben erwecken könnte; jenes Leben, in dem der fließende Saft unseres Seins es einst wie ein warmer und zufriedener Strom, der gemächlich seinen Lauf nimmt, durchfloss und das kleine Trampolin der freudigen Luftsprünge schon sehr ausgeleierte Federn aufwies, da sie den Enthusiasmus kaum zu bremsen vermochten.
pattyv - am Donnerstag, 14. Dezember 2006, 09:55 - Rubrik: einsam & verlassen
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