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    <title>Bekenntnisse des Zweifels</title>
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    <title>Bekenntnisse des Zweifels</title>
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    <title>Der Haken an der Geschichte</title>
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    <description>Alles nur Fassade, Glitzerwelt der schönen Worte ohne Inhalt oder Bedeutung, deren Teil ich aber doch mit gestalte und selbst bin: Facebook. Nachdem ich so gut wie keinen Kontakt zu realen Außenwelt wahre, spiele ich mir dort selbst zumindest ein Stück soziale Integrität vor, so als wäre ich einer von ihnen, während tief in mir drinnen eine schmerzliche Leere bleibt und die Sehnsucht, vorbehaltlos ohne Wenn und Aber angenommen zu werden. Ja, man muss sich zeigen, um gesehen zu werden, aber ich mag nicht der Pfau mit den bunten Federn sein, der zwanghaft um Aufmerksamkeit bemüht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es ihn nur gäbe, diesen Menschen, dem ich alles sagen könnte, ohne dass es ihn selbst betroffen macht, er sich angegriffen oder involviert fühlt; diesen Menschen, der interessiert zuhört und nachfragt, der teilhaben möchte an meinem Leben als solches und an mir als Mensch. Leider verhakt sich ab einem gewissen Punkt aber scheinbar immer alles und das Thema Vertrauen wird mit den Jahren der Erfahrung eher wesentlich schwieriger als leichter ...</description>
    <dc:creator>pattyv</dc:creator>
    <dc:subject>einsam &amp; verlassen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2010 pattyv</dc:rights>
    <dc:date>2010-10-17T22:17:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://patty.twoday.net/stories/8363991/">
    <title>Unser letzter Tag</title>
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    <description>Noch acht Stunden (7.30 Uhr unserer Zeit, 16.30 Uhr deutscher Zeit), dann hebt unser Flieger nach Deutschland ab. Alleine der Gedanke daran erfüllt mich mit großem Kummer, weil ich weiß, dass dort nur Kälte, Alltag und Pflicht warten, während sich hier die Sonne nun gänzlich zuverlässig und sommerlich zeigt. Für morgen sind sogar 31 Grad versprochen, die uns aber verwehrt bleiben.&lt;img title=&quot;Union Square in San Francisco.&quot; height=&quot;208&quot; alt=&quot;Union Square in San Francisco.&quot; width=&quot;312&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/patty/images/UnionSuqare.jpg&quot; /&gt; Das einzige, auf was ich mich zuhause wirklich freue, sind die heimischen Backwaren, ansonsten vermisse ich nichts, was mich mit Heimweh erfüllen könnte. Nein, es ist vielmehr so, dass ich mich morgen früh mit dem Pan und den acht (von zwölf) mitgenommenen &lt;a href=&quot;http://smoochies.pepanten.de/&quot;&gt;Kindern&lt;/a&gt; viel lieber in den Flieger setzen würde, um irgendwo anders unseren Urlaub fortzusetzen. Aber die Realität sieht leider anders aus, und genau dieser Realität galt es heute auch ins Antlitz zu blicken, obwohl ich den Gedanken an die Abreise während unserer Stadtbesichtigung Downtown in San Francisco zu verdrängen versucht habe, was - während wir unterwegs waren - auch weitestgehend gelang. Inzwischen sitzen wir aber im Motel am Flughafen auf gepackten Koffern. Verdrängen ist jetzt absolut nicht mehr möglich. Dabei haben wir uns mit unserem eigenen Rhythmus gerade so gut eingelebt in diesem Urlaub, fühlten uns angekommen. Aber gut, ich will mich natürlich nicht beklagen. Alles eine Frage der Betrachtung. Man soll ja bekanntermaßen aufhören, wenns am Schönsten ist, wenngleich es gerade unter diesen Bedingungen schwer fällt. In diesem Zusammenhang kam mir heute übrigens auch die Erinnerung an einen Urlaub, zum Glück der bisher einzige in meinem Leben, bei dem es genau andersherum verlief, als mir die Zeit im Sündenpfuhl Thailands, Pattaya, lang und unerträglich schien und ich den Heimflug aus tiefstem Herzen ersehnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter derartigen Umständen wollte ich kein zweites Mal einen Urlaub beenden, insofern bin ich doch froh und dankbar, dass unsere 15-tägige Reise, auf der wir knapp 5.400 Kilometer zurückgelegt haben, gefühlt so rasant verging, was meines Erachtens auch für die Güte der gemeinsam verbrachten Zeit spricht. Ich halte einfach nur gerne am Schönen fest, was ich auch gerne zu mehren versuche. Aber der nächste Urlaub kommt bestimmt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Downtown? Letztlich, solange man hinsichtlich der steilen Hügel die Kondition dazu hat, ist die Innenstadt San Franciscos leicht zu Fuß begehbar, weswegen wir sie heute auch  genauso erklommen. Angefangen haben wir unsere Besichtigung bei einem markanten Wahrzeichen der Stadt, das aus der Skyline hervorsticht, der Transamerica Pyramide, eine, wie der Name schon sagt, große, vierseitige Pyramide mit zwei &quot;Flügeln&quot;, die an den an jeweils gegenüberliegenden Seiten des zudem größten und auffälligsten Wolkenkratzers der Stadt angebracht sind. Unweit davon entfernt liegt Chinatown, die wir zwar beide nicht sehen wollten, sie aber dann doch aufsuchten, weil sie sich in Sichtweite befand. Ohne es zu wissen, spreche ich, glaube ich, in Pans Namen, dass wir dieses Viertel beide als nicht weiter sehenswert erachten, gleichwohl das von chinesischstämmigen Amerikanern bewohnte Viertel mit 80.000 Einwohnern eine der größten Chinatowns der USA ist. Uns haben die vielen Ramschläden, die billige Souvenirs teuer feilbieten, auf jeden Fall nicht gefallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nächster Anlaufpunkt war der Union Square, ein Palmen geschmückter Platz voller Licht inmitten der dunklen Häuserschächte, an dem es Spaß macht, eine kleine Rast einzulegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Das Fairmont Hotel auf dem Nob Hill in San  Francisco.&quot; height=&quot;189&quot; alt=&quot;Das Fairmont Hotel auf dem Nob Hill in San  Francisco.&quot; width=&quot;283&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/patty/images/Fairmont.jpg&quot; /&gt;Zum Abschluss des Tages bezwangen wir im Schneckentempo noch den extrem steilen Nob Hill, um uns von der nach Auskünften des Reiseführers grandiosen Grace Cathedral ein eigenes Bild zu machen, wobei ich mich wunderte, dass um eine derart schlichte Kirche ein solches Aufsehen gemacht wird. &lt;br /&gt;
Besser als die Kirche hat mir hingegen deren Umgebung oben auf dem Hügel gefallen. Seien es die Cable Cars, die sich mühselig den Berg hoch kämpfen oder auch die beiden alten Luxushotels, Fairmont Hotel und das Mary Hopkins.</description>
    <dc:creator>pattyv</dc:creator>
    <dc:subject>Urlaub</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2010 pattyv</dc:rights>
    <dc:date>2010-09-24T21:30:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://patty.twoday.net/stories/8363405/">
    <title>Street Vibrations in der größten Kleinstadt der Welt</title>
    <link>http://patty.twoday.net/stories/8363405/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;Street Vibrations 2010 in Reno, Nevada.&quot; height=&quot;369&quot; alt=&quot;Street Vibrations 2010 in Reno, Nevada.&quot; width=&quot;246&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/patty/images/Biker.jpg&quot; /&gt;Ursprünglich nur als Schlafstätte gedacht, haben wir dem kleinen Bruder von Las Vegas, der Glücksspiel-Stadt Reno, heute, nachdem wir unseren morgendlichen Starbucks-Kaffee ohnehin in der Innenstadt einnahmen, auch einen kurzen Rundgang abgestattet, weil die Leuchtreklamen während der Fahrt dorthin nur allzu bunt glitzerten und in der Biggest Little City in the World, so lautet das offizielle Stadtmotto, alles ein wenig größer als anderswo schien. Der blaue Himmel lud zudem als freundlicher Geselle zu einem Spaziergang ein. Während unseres Ausflugs bestätigte sich durch die vielen Casinos, die nahezu jedes Postkartenmotiv der Stadt zieren, unverkennbar, was die Stadt nach außen hin ausstrahlt: das Glückspiel hat hier als wichtigster Wirtschaftszweig das Zepter in der Hand. Hässlich in dem Sinne fand ich die Stadt dadurch aber nicht, aber auch nicht so sehenswert, dass ich sie jemand als besuchenswert empfehlen würde, es sei denn er kommt ohnehin daran vorbei.&lt;br /&gt;
Nachdem es in der drittgrößten Stadt Nevadas  ganz anders als in Las Vegas  aber gerade während der Woche eher ruhiger zugeht, hat sich Reno als belebendes Element auch zum Schauplatz mehrerer gut besuchter Veranstaltungen entwickelt, und wie es der Zufall wollte konnten wir heute einem solchen beiwohnen. Street Vibrations nennt sich das Bikerfestival, bei dem sich jährlich rund 11.000 größtenteils Harley-Fans treffen, um Live-Musik, Motorrädern, Stuntshows und Paraden zu frönen.&lt;img title=&quot;Street Vibrations 2010 in Reno, Nevada.&quot; height=&quot;271&quot; alt=&quot;Street Vibrations 2010 in Reno, Nevada.&quot; width=&quot;369&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/patty/images/Biker2.jpg&quot; /&gt; Da der Tag aber noch recht jung war, war dort noch nicht so viel los; ein paar verchromte Maschinen samt skurriler Besitzer haben wir aber dennoch gesehen. Gut gefallen hat mir persönlich auch die 24 Meter hohe Bowlingkugel, die die Fassade des National Bowling Stadiums an der North Center Road ziert. Mit seinen 78 Bahnen (ist das nicht der Wahnsinn?) ist dieses Stätte übrigens auch Schauplatz mehrerer hochkarätiger Bowlingwettbewerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unseren nächsten Stopp legten wir gut eine Fahrtstunde von Reno entfernt, am Lake Tahoe, ein. Mit seinen 497 Quadratkilometern Fläche ist der größte alpine See des nordamerikanischen Kontinents durch seine Lage inmitten der Sierra Nevada und den vielseitigen Freizeitangeboten ein beliebtes Ausflugsziel, das auch wir aus diesem Grunde ansteuerten. Das belebende Gefühl vom Quadfahren in den Sanddünen noch in guter Erinnerung, gedachten wir heute, uns einem ähnlichen Vergnügen hinzugeben, nämlich einer Sandbuggytour in den Kiefernwäldern, die uns aber wegen Zuspätkommens verwehrt blieb. Schade. Das wäre bestimmt im höchsten Maße spaßig geworden. Zu dumm aber auch, dass der Öffnungszeiten so früh am Nachmittag enden. Den Kurzbesuch in Reno hätte ich deshalb aber nicht missen wollen. Nun gut, vielleicht ein anderes Mal. Dieses Jahr jedoch nicht mehr, denn uns bleibt nur noch der morgige Tag und diesen verbringen wir in San Francisco.</description>
    <dc:creator>pattyv</dc:creator>
    <dc:subject>Urlaub</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2010 pattyv</dc:rights>
    <dc:date>2010-09-23T21:30:00Z</dc:date>
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    <title>Auf der Straße des Glücks</title>
    <link>http://patty.twoday.net/stories/8361947/</link>
    <description>Stolze 1000 Kilometer Asphalt haben wir heute unter uns vorbeirauschen lassen, um auf unserem Rückweg nach San Francisco, von wo aus wir am Samstag den Heimflug antreten werden, Strecke zu gewinnen, was angesichts der hiesigen Geschwindigkeitsbeschränkungen von 104 bis maximal 120 Stundenkilometer doch recht zeitintensiv ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den Tag nicht ausnahmslos im Auto zu verbringen, haben wir mittags an den Shoshone Falls einen kleinen Zwischenstopp eingelegt. Das Erstaunliche an diesen 63 Meter hohen und hufeisenförmigen Wasserfällen, die sich etwa fünf Meilen nordöstlich der Stadt Twin Falls befinden, ist, dass sich deren Wasser sogar fünf Meter tiefer in die Schlucht stürzt als das der Niagarafälle. Da der Snake River aber die meiste Zeit des Jahres vor den Fällen aufgestaut wird, bot sich uns heute leider nur ein recht ausgetrockneter Anblick dar. Interessant und vor allen Dingen stürmisch war es aber trotzdem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nachdem wir heute irgendwo in Nevada auch wieder die Pacific Standard Time-Zone durchbrochen haben, demgemäß eine Stunde Zeit gewannen, fiel es uns auch nicht schwer, auf unserem langen Weg gen Westen eine gemütliche Kaffeepause einzuplanen, die wir - wie üblich - in einem Starbucks realisieren wollten, wo man erfreulicherweise ja auch kostenfreies WiFi hat. Leichter gesagt als getan, denn auf den noch viel längeren Straßen völliger Wüsten-Ödnis sahen wir vieles, aber kein Starbucks. Erst am späten Nachmittag wurde auf einer Werbetafel am Straßenrand auf ein 60 Meilen entfernt gelegenes in Elko hingewiesen, das wir gezielt anfuhren  nicht ahnen könnend, dass sich jenes innerhalb eines Casinos befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WiFi gabs zwar keins, dafür aber jede Menge einarmige Banditen, von denen wir einen des Ausprobierens wegen mit einem 1-Dollar-Schein fütterten, um nach einigen Minuten spaßiger Planlosigkeit mit einem satten Gewinn von 148 Prozent - uns wurden 2,48 Dollar ausgezahlt - die von allen Seiten leuchtend und blinkende Spielstätte wieder zu verlassen. Sicherlich werden wir jetzt auf die Liste der Leute gesetzt, die hier nie wieder spielen dürfen, um den Laden nicht völlig in den Konkurs zu treiben.</description>
    <dc:creator>pattyv</dc:creator>
    <dc:subject>Urlaub</dc:subject>
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    <dc:date>2010-09-22T20:45:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://patty.twoday.net/stories/8361154/">
    <title>Faszination Natur II</title>
    <link>http://patty.twoday.net/stories/8361154/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;Grand Prismatic Spring im Yellowstone Nationalpark.&quot; height=&quot;246&quot; alt=&quot;Grand Prismatic Spring im Yellowstone Nationalpark.&quot; width=&quot;369&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/patty/images/GrandPrismaticSpring.jpg&quot; /&gt;Auf unserer heutigen Stippvisite ins von der Natur geschaffene Abenteuerland des Yellowstone Nationalparks  haben wir den ersten richtig ausbrechenden Geysir gesehen, der uns gestern verwehrt blieb. Wegen seiner Verlässlichkeit, seine sprudelnden Fontänen alle 51 bis 120 Minuten auszuspeien, trägt er seinen Namen Old Faithful meines Erachtens völlig zu Recht, doch dazu später mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Zugang zum Park nahmen wir heute übrigens über den westlichen Eingang bei West Yellowstone, von wo aus wir es auch gar nicht mehr so weit bis zu unserem ersten Stopp, dem Fountain Paint Pot, hatten. Laut Reiseführer sollte uns hier rötlich brodelnder Schlamm erwarten, der sich, was wir aber nicht wussten (woher auch?), je nach Feuchtigkeit des Gebietes auch bezüglich seiner Farbe verändert, weswegen wir gestern eine zähe, dickflüssige, weiße Masse vor sich hin köcheln sahen, was nicht minder spannend war. Richtig beeindruckt hat uns dafür dort aber auch etwas, was man fotografisch gar nicht festhalten kann: eine kleine Öffnung im Boden, von denen es an und für sich viele im Park gibt, insofern augenscheinlich nichts Besonderes, aber aus dieser zischte ein derart matter und tiefer Sound, dass man annahm, ein 12-zylindriger Motor tönte basslastig aus dem Untergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Ausbruch zum Great Fountain Geyser, der sein Debüt zirka alle 11 Stunden gibt, kamen wir leider zu spät, doch der Excelsior Geyser, aus dem jede Sekunde 250 Liter heißes Wasser quillt, stimmte uns mit seinen dicken und - wie wir kurze Zeit später selbst spüren konnten  warmen Nebel schon von Weitem versöhnlich. Unter diesen Bedingungen vor Ort Fotos machen, ist so gut wie unmöglich, da das Objektiv eigentlich immer sofort anläuft, wenn eine Nebelschwade kommt. Und wenn der Wind eine andere Richtung einschlägt, sieht das Motiv eher langweilig aus, insofern habe ich das Nebelfeld nur von weitem digital eingefroren, während die Erfahrung als solche nur mitten im Geschehen richtig Spaß macht. Farbenprächtig und klar zeigt sich unweit davon die Grand Prismatic Spring, die wie ein riesiger, flacher See mit einer Vielfalt an formschönen Figuren am Grund besticht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Der Old Faithful Geysir im Yellowstone Nationalpark.&quot; height=&quot;369&quot; alt=&quot;Der Old Faithful Geysir im Yellowstone Nationalpark.&quot; width=&quot;246&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/patty/images/OldFaithful.jpg&quot; /&gt;Zum Abschluss des Tages, ich erwähnte ihn bereits anfangs, besuchten wir die Hauptattraktion des Parks, den treuen Kumpanen Geysir Old Faithful, nach dem man Jahrzehnte lang die Uhr stellen konnte, bevor das letzte Erdbeben diese akkurate Kontinuität durcheinander brachte. Wie viele andere nahmen wir auf einer der zahlreich im Halbkreis um ihn aufgestellten dafür geschaffenen Bänke Platz, um auf das zuverlässig-spritzige Spektakel zu warten, was wirklich erheiternden Charakter hatte, da die meisten minutenlang in eingefrorener Pose mit gezückter Kamera gebannt zum Geysir starrten und jedes noch so kleine Spückeln ein Raunen hervorrief, während sich Mr. Faithful wohl genau damit einen Spaß zu erlauben schien. Und als sich der alte Herr dann tatsächlich dazu durchgerungen hat, uns mit seinem mächtigen Schauspiel zu beglücken, war es für einen Moment lang ganz still (von den Klicken der Auslöser der Kameras mal abgesehen), wohl auch, weil man in diesem Moment spürt, wie klein und unbeutend man selbst im Vergleich zu der Natur mit ihren Wundern als solches ist. Schön wars allemal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Rundgang durch das gleichnamige Old Faithful Basin sollte man übrigens auf keinen Fall versäumen. Immer wieder brechen Geysire aus, mal klein, mal groß, immer wieder stößt man auf Quellen mit heißem Wasser, immer wieder entlocken Luftlöcher der Erde ungewöhnliche Töne, immer und überall dampfendes und brodelndes Wasser, egal wie weit man in die Ferne sieht. Das Farben-, Formen-, Gerüche- und Geräuschespiel ist so Sinne betörend, dass man glaubt, entweder tatsächlich auf einem anderen Planeten zu verweilen oder sich in einer anderen Zeit zu befinden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Auf Tuchfühlung mit einem Bison im Yellowstone Nationalpark.&quot; height=&quot;189&quot; alt=&quot;Auf Tuchfühlung mit einem Bison im Yellowstone Nationalpark.&quot; width=&quot;283&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/patty/images/Bison.jpg&quot; /&gt;Wildlife gabs gleich zu Beginn des Abenteuers. Am Mittag sahen wir eine kleine Elch-Familie, die auf einer kleinen Insel im Madison River gut gelaunt rastete. Kurze Zeit später entdeckten wir einen Bison, der am Ufer des Flusses auf einer Lichtung graste. Zum Glück lag der Fluß zwischen uns, so dass es für uns ein ungefährliches Naturerlebnis wurde. Immer wieder sahen wir vereinzelte Bisons, doch spektakulär wurde es, als am Abend  wir verließen gerade den Park gen Westen - uns ein weiterer Bison begegnete, der ganz gemütlich auf der Straße, mal links, mal rechts marschierte und einfach nur gemütlich unterwegs war. Ein anderer Autofahrer verscheuchte ihn nach einigen Minuten, so dass wir unsere Reise fortsetzen konnten.</description>
    <dc:creator>pattyv</dc:creator>
    <dc:subject>Urlaub</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2010 pattyv</dc:rights>
    <dc:date>2010-09-21T21:07:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://patty.twoday.net/stories/8359294/">
    <title>Faszination Natur</title>
    <link>http://patty.twoday.net/stories/8359294/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;Yellowstone Nationalpark.&quot; height=&quot;246&quot; alt=&quot;Yellowstone Nationalpark.&quot; width=&quot;369&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/patty/images/NP.jpg&quot; /&gt;Spiel, Satz und Sieg. Bei unserem heutigen Besuch im ältesten Nationalpark haben wir wirklich nur gewonnen. Das Wetter hielt (weitestgehend), so dass wir bei fast steten angenehmen Temperaturen schon die ersten drei Highlights auf der Grand Loop Road, der 229 Kilometer langen Hauptverkehrsader im Yellowstone Nationalpark, begehen und sehen konnten, wobei man sich, wenn man sich wirklich Zeit lässt und alle Wege abgeht alleine dafür schon zwei Tage bräuchte. Zugänglich ist der 8987 Quadratkilometer große Park übrigens über fünf Eingänge, wovon wir heute den nördlichen Zugang bei Gardiner wählten. Und genau hier befinden sich die Mammoth Hot Springs, die mich zu Beginn des Besuchs erst einmal gar nicht mehr aus dem Staunen haben rauskommen lassen. Anstatt Blut durchfloss meine Adern die pure Begeisterung. Kann die Natur etwas derartig Grandioses schaffen? Ja, kann sie. Ich selbst war Zeuge, der es aber kaum schaffte, die Realität als solche in sein Bewusstsein zu lassen. Weder Worte, Bilder noch Filme können auch nur ansatzweise wiedergeben, was sich dort für ein überwältigender Schatz verbirgt. Keine Frage, dass der heutige Tag mit zu den Top-Favoriten des diesjährigen Urlaubs zählt und da die Weite und  Famosität des Parks niemals auch nur an einem einzigen Tag zu erfassen sind, haben wir den morgigen Tag für einen weitere Stippvisite eingeplant, wobei wir gerne noch viel mehr Tage hier zubrächten, gerne sogar eine ganze Woche, was aber die sich nun immer mehr abzeichnende Endlichkeit unseres Urlaubs leider nicht zulässt, zumal wir noch an die Westküste zurück müssen. Selbst unser Vorhaben, beim Crater Lake vorbeizuschauen, mussten wir angesichts der Tatsache mangelnder Zeit inzwischen verwerfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch zurück zum Park, über den ich selbst hier mangels Zeit nur unzureichend berichten kann, was mich selbst betrübt. Zurück zu den Mammoth Hot Springs, den prächtigen Terrassen aus bis zu 60 Meter hohen, stufenweisen übereinander gelagerten Sinterbecken, in deren Thermalquellen die Temperaturen zwischen 18 und 74 Grad Celsius schwanken, in die ich verbotenerweise auch mal gefasst habe, um mich mittels einer weiteren Sinneserfahrung doch davon zu überzeugen, dass das, was ich sehe, wahr und nicht geträumt ist. Schade, aber verständlich finde ich im übrigen die Tatsache, dass man sich immer auf nur auf dafür vorgesehenen Bohlenstegen bewegen kann, die mir manchmal etwas zu fern von den Naturgiganten schienen, was aber auch Sicherheitsaspekte beinhaltet, denn teilweise ist der Boden, auf dem man sich gleich neben den Stegen bewegen würde, dass die Gefahr des Einbrechens droht und man dadurch in den heißen Quellen landen könnte. Aufregend! Genauso spannend war übrigens die Begegnung mit einem Bison in freier Wildbahn und ein paar Elchen, die sich jedoch völlig unscheu zeigten. Nähern darf man sich den Tieren aber nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss fuhren wir an das Norris Geyser, dem ersten Geysirfeld am Loop, einer zum Teil sehr kargen Landschaft, die von den aktiven Geysiren mit Dampfschwaden und ständigem Brodeln und Zischen überzogen wird. &lt;img title=&quot;Yellowstone Nationalpark.&quot; height=&quot;246&quot; alt=&quot;Yellowstone Nationalpark.&quot; width=&quot;369&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/patty/images/NP2.jpg&quot; /&gt;Hier befindet sich auch der größte Geysir der Erde, der Steambot Geysir, dessen Fontänen jedoch nur alle fünf Jahre bis zum 130 Meter in die Höhe schießen, letztmalig 2005, weshalb unsere heutige Erwartungshaltung diesbezüglich doch sehr hoch war. Zu mehr als einem leichten Spückeln ließ er sich trotz tiefstem Herzenswunsch, den vermutlich jeder Besuch in sich trägt, aber nicht erweichen. Ungeachtet fanden sich natürlich zahllose Alternativen, tief beeindruckt zu sein, alleine schon der stechende Geruch nach verfaulten Eiern, der uns wegen der schwefelhaltigen Thermalquellen in regelmäßigen Abständen immer wieder in die Nase kam, war für uns beide eine zwar nicht wohl duftende, aber nicht missen wollende Erfahrung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abschluss des Tages begaben wir uns auf einen zum Teil sehr halsbrecherischen, aber sehr lohnenswerten Pfad in die Schlucht des Yellowstone Canyon, von wo aus wir die Lower Falls, einem von zwei Wasserfällen des Yellowstone Rivers innerhalb des Parks, mit ohrenbetäubendem Getöse 94 Meter tief in die Schlucht donnern hörten und sahen.</description>
    <dc:creator>pattyv</dc:creator>
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  <item rdf:about="http://patty.twoday.net/stories/8357768/">
    <title>Auf dem Weg zum Pferdeflüsterer</title>
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    <description>Waren es gestern noch Ockertöne, die uns vornehmlich auf unserer Fahrt begleiteten, sind es heute viele grüne Farben gewesen, die sich auf unserem weiteren Weg gen Osten vor unseren Augen abzeichneten. Die Kulisse bewies sich mit Hängen voller Steingeröll, Nadelholzbergketten, blauen und roten Felsen, großen Resten verbrannter Wälder, einem steten Fleckchen Wasser an unserer Seite sowie weite Flächen umgeknickter Bäume, die uns in einem Sonne-Wolken-Regen-Mix dargeboten wurden, als sehr abwechslungsreich, wozu eine kurvenreiche Fahrt  nur ergänzend beitrug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unseren nächtlichen Stopp legen wir - der günstigen Übernachtung wegen - im eineinhalb Fahrtstunden vom Yellowstone Nationalpark entfernt gelegenen Bozeman, der viertgrößten Stadt Montanas mit gerade mal 33.000 Einwohner, ein. Eine Stadt, die rein äußerlich wie so viele andere völlig unspektakulär ist, sich aber doch wegen einer Tatsache zu erwähnen lohnt, schließlich wurde in der hiesigen Gegend der Film Der Pferdeflüster mit Robert Redford gedreht.</description>
    <dc:creator>pattyv</dc:creator>
    <dc:subject>Urlaub</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2010 pattyv</dc:rights>
    <dc:date>2010-09-19T21:07:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://patty.twoday.net/stories/8357142/">
    <title>Temporäres Zweitleben im Auto</title>
    <link>http://patty.twoday.net/stories/8357142/</link>
    <description>Ockerfarbene Landstriche, bergige Formationen, wie man sie annäherungsweise aus Österreich kennt, lange Geraden, ein paar Kurven, manchmal auch mehrere auf einer endlos erscheinenden Strecke gen Osten sind die Bilder, die sich uns - verkürzt gesagt  derzeit auf unserer zwei-Tages-Tour zum Yellowstone Nationalpark begleiten. Unterbrochen wird diese auf Dauer doch etwas zur Monotonie werdende Szenerie allein durch das Element Wasser, das uns eingebettet in eine Flusslandschaft manchmal ein kleines Stück unseres Weges begleitet oder als See kurzzeitig die Sinne erfreut. Gelegentlich sehen wir auch grasendes Vieh in der Ferne, welches aber durch die Weite der Fläche eher an kleine Plastikspielfiguren für einen Kinderbauernhof erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regel halten wir nur zum Tanken oder wenn es uns nach dem schmackhaften Wachhalter Kaffee dürstet, der an den Rest Areas für eine kleine Spende zu haben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Spokane, nahe der Grenze zu einer Zeitzone, durch die uns morgen eine ganze Stunde fehlen wird, haben wir zu spät nachmittäglicher Stunde dann nach etlichen Stunden Fahrt aber auch einen richtigen Stopp eingelegt, um uns die Wasserfälle, die sich an zwei Stellen (Upper an Lower Falls) mitten in der Stadt brechen, anzusehen. Nach so einer langen Fahrt genoss ich das Laufen als solches sehr, während ich die Spokane Falls, so heißen die Wasserfälle, jetzt nicht wirklich atemberaubend fand, was aber auch an der trüben Kulisse liegen kann, die der aufkeimende Abend mit dem ohnehin schon dunklen Himmel bot, weswegen auch die Fotos völlig farbleer sind. Vielleicht liegt das relativ unbeeindruckte Gefühl aber auch darin begründet, dass wir letztes Jahr an den Niagara Fällen waren, und uns das dort gesehene größere Naturspektakel dieser Art noch relativ greifbar in Erinnerung war, weswegen die Wasserfälle Spokanes eher niedlichen Charakter haben. Nein! Ganz so ist es nicht. Das würde mein Empfinden nicht richtig widerspiegeln. Vielleicht ist es eine Mischung aus beiden, wobei noch hinzukommt, dass sich inzwischen auch so etwas wie Missmut breit gemacht hat, weil die erste Hälfte unseres Urlaubs schon vorüber ist und die Zeit wie üblich zu rasen scheint. Nach einem gelungenen wundervollen Urlaubsauftakt kam dann das schlechte Wetter und mit ihm auch die schlechte Laune beziehungsweise unsere Planlosigkeit hinsichtlich unserer ursprünglich angedachten Route, die, wenn wir sie gefahren wären, ausnahmslos ein Opfer des Regens geworden wäre. Doch die Alternative, wenn man sie denn so nennen mag, hat uns ausgebremst und irgendwie auch viel Zeit gekostet. Zeit, von der ich glaube, dass sie, gerade weil wir im Urlaub sind, verloren scheint. Jetzt verbringen wir zwei ganze Tage nur Auto fahrend. O.k. heute gabs diesen Mini-Aufenthalt in Spokane, aber morgen? Die Strecke morgen ist noch weitaus länger als die heutige. Und wenn wir uns am Montag den Yellowstone Nationalpark ansehen wollen, müssen wir morgen auf jeden Fall bis dorthin fahren. Andererseits kann ich mich auch nicht beklagen, wollen tue ich es ohnehin nicht. Zum einen ist das Wetter nach wie vor schlecht, weshalb sich eine lange Fahrt ohnehin anbietet, zum anderen hatten wir den Besuch vom Yellowstone Nationalpark ja auch eingeplant und beide unbedingt gewollt, uns aber wohl etwas in der Distanz verschätzt, obwohl wir ursprünglich ja aus Kanada und nicht Seattle gekommen wären. Egal. Es ist wie es ist und wir können an der jetzigen Situation ohnehin nichts ändern, nur versuchen, das Beste daraus zu machen. Andererseits hege ich im Urlaub auch den Anspruch, keine Abstriche machen zu wollen oder genügsam werden zu müssen, um mich schon alleine an einem trockenen, aber düsteren Tag erfreuen zu können, obwohl es inzwischen doch schon so ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinne haben die Spokane Falls auch ihre Berechtigung und ihren eigenes Flair, vor allem die Lower Falls, die, wenn man den Pfad bis zu ihrem unteren Ende geht, in ihrer Kombination aus sie überspannender Bogenbrücke, dem Skyride - eine Gondel, die wenige Meter über den Fluss führt - sowie den Falls selbst doch ungeheuer monströs wirken und einen selbst fast ameisenhaft inmitten der donnernden Wassermassen erscheinen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allen äußeren Widerständen zum Trotz haben wir uns heute dafür aber in dem besten Hotel des bisherigen Urlaubs eingebucht, einem Preis gekrönten Quality Inn, das nicht nur sehr geräumig, sauber und sehr komfortabel ist, sondern auch mit jeder Menge anderer Annehmlichkeiten verwöhnt.</description>
    <dc:creator>pattyv</dc:creator>
    <dc:subject>Urlaub</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2010 pattyv</dc:rights>
    <dc:date>2010-09-18T20:50:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://patty.twoday.net/stories/8356148/">
    <title>Hilfe, wir sind ein Star</title>
    <link>http://patty.twoday.net/stories/8356148/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;Wahrzeichen der Stadt Seattle: die Space Needle.&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;Wahrzeichen der Stadt Seattle: die Space Needle.&quot; width=&quot;216&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/patty/images/SpaceNeedle.jpg&quot; /&gt;Sie, die geschäftsführenden Direktoren des Wetters, müssen wohl ein Einsehen mit uns gehabt haben, denn wider Erwarten verbrachten wir heute einen fast gänzlich trockenen Tag in Seattle, das wir genau aus diesem Grunde auch nicht vorzeitig verlassen haben, wie wir es uns eigentlich vorgenommen hatten. Stattdessen gestaltete sich  nachdem wir einmal mehr mit einem angemessen Parkplatz haderten, schließlich verteuern sich die Parkkosten fast meterweise je näher man zu den Sehenswürdigkeiten kommt  unser Aufenthalt in der größten Stadt des Nordwestens der USA sehr kurzweilig. Unweit von der Stadtbild prägenden Space Needle, der 184 Meter hohen Weltraum-Nadel, geparkt, war auch sie unsere erste Anlaufstelle des Tages, wo wir uns den architektonischen Mittelpunkt der Weltausstellung 1962, welcher der Skyline auch ihren hohen und etwas futuristischen Wiedererkennungswert verleiht, genauer ansahen. Angesichts der langen Warteschlange verzichteten wir jedoch auf eine Fahrt nach oben, von wo man einen grandiosen Blick über die Stadt bis zum Gipfel des Mount Rainier haben soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Monorail, einer Einschienbahn, fuhren wir im Anschluss in die hügelige Innenstadt Seattles, die sich auf einer schmalen Landenge erstreckt, wo wir der Empfehlung des Reiseführers wegen recht zielsicher den Pike Place Market ansteuerten. Abgesehen von einem, mein Interesse von größtem Maße weckenden, völlig verglasten Fachgeschäft für Käse, in welchem man durch das Fenster sogar der  Käseherstellung beiwohnen kann, war es mir hier, an dem Ort, wo über 100 Farmer und Fischhändler auf zwei Etagen ihre Waren verkaufen und über 150 Künstler und Kunsthandwerker ihre Arbeiten ausstellen, aber zu quirlig. Bestes Umfeld für Straßendiebe, dachte ich ein wenig besorgt und drückte meinen Kamera-Rucksack fester an mich, obwohl ich mich diesbezüglich natürlich auch täuschen kann und der Stadt als solches nichts Negatives anheften möchte. Hier liefen wir übrigens auch an dem ersten Starbucks-Cafe´, unserer täglichen Urlaubsfreude, überhaupt, das 1971 eröffnete, vorbei. Eingekehrt sind wir später aber in einem anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Die Enterprise im Science Fiction Museum in Seattle.&quot; height=&quot;141&quot; alt=&quot;Die Enterprise im Science Fiction Museum in Seattle.&quot; width=&quot;369&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/patty/images/Enterprise.jpg&quot; /&gt;Danach fuhren wir mit der Monorail wieder zurück zum Seattle Center, um uns dort ein Ticket für ein thematisch nicht zusammen gehörendes Doppelmuseum zu lösen  dem Science Fiction Museum, das die Herzen eingefleischter Science-Fiction-Fans gewiss höher schlagen lässt, da sich hier viele Originalteile amerikanischer Science-Fiction-Filme befinden, sei es die Figur E.T. oder jene aus den Planeten der Affen oder auch die Kommandozentrale vom Raumschiff Enterprise, und dem Experience Music Projekt (EMP), das zunächst gar nicht wie ein Museum klingt. Hier im EMP, einem multimedialen mit Klang- und Tonstudios ausgestattetem Gebäude, in welchem vor allem dem berühmten Sohn der Stadt, Jimi Hendrix, gefrönt wird, haben wir persönlich auch Rockstar-Feeling geschnuppert, als wir uns auf einer Bühne in einem virtuellem Stadion mit schreienden Fans, wo wir mehr schlecht als recht Twist and Shout zum Besten gaben. Spaß gemacht hats aber ungeachtet dessen trotzdem, wenngleich ich mich durchaus wie ein kleiner Trottel ohne jegliches Musikgespür fühlte. Ein Video von diesem Auftritt haben wir uns aber nicht gekauft, uns aber im Nachhinein köstlich über selbiges amüsiert, als wir uns beide auf der Bühne hampeln sahen. Ansonsten stellt das EMP die Geschichte des Rockn Roll dar und reflektiert seine Einflüsse auf andere Musikrichtungen, wofür es interaktive Ausstellungselemente benutzt. Sehenswerter Blickfang ist aber auf jeden Fall die meterhohe Gitarrenpyramide.</description>
    <dc:creator>pattyv</dc:creator>
    <dc:subject>Urlaub</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2010 pattyv</dc:rights>
    <dc:date>2010-09-17T21:25:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://patty.twoday.net/stories/8354007/">
    <title>Durchhänger</title>
    <link>http://patty.twoday.net/stories/8354007/</link>
    <description>Regen, nichts als Regen. Regen soweit das Auge reicht. Aber nicht nur das. Regen in allen vier Himmelsrichtungen über hunderte von Meilen. Kaum zu glauben, aber wahr. Und er findet kein Ende. Gestern nicht, heute nicht, morgen nicht. Gerade regnet es sogar so laut, dass der Pan und ich uns eben entsetzt ansahen, ohne ein weiteres Wort darüber zu verlieren. Von wegen es gibt kein schlechtes Wetter. Vielleicht sehen das andere so. Ich nicht. Hab gerade einen tooootalen Durchhänger und ärgere mich selbst darüber, dass es so ist, aber ich kann mich momentan einfach nicht mehr beruhigen. Schon gar nicht, wo sich seit diesem Jahr die Bedingungen für mich bzgl. Urlaub geändert haben. Bezahlten Urlaub gibts nicht mehr. Und wenn ich schon unter diesen Konditionen frei nehme, habe ich demgemäß einen noch höheren Anspruch an einen gelungenen Urlaub, zu welchem für mich eben auch Sonnenschein gehört, alternativ aber zumindest eine weitestgehend trockene Umgebung, von der wir aber gleichermaßen meilenweit entfernt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Irgendwie scheint gerade alles ziemlich aussichtslos. Wenige Fahrminuten vor Seattle übernachtend haben wir eben den Trip nach Kanada (Vancouver) aus unserem Programm gestrichen, denn auf Dauermuseumsbesuche haben wir einfach keine Lust. Mir schlägt das, wahrscheinlich mein eigener Missmut, alles auf den Magen. Ich wünschte, ich hätte eine Wärmflasche mitgenommen, habe ich aber nicht. Wir wollten uns die Stadt ansehen, die Stätten der diesjährigen Olympischen Winterspiele, die Parks und Gärten, die architektonischen Hauptgebäude der Stadt und ggf. AUCH Museen und Galerien, aber nicht ausschließlich. Genauso sieht es bzgl. Seattle aus, und auch alle anderen Ziele, die wir in den nächsten Tagen erreichen wollten oder erreichen könnten, zeichnen sich wettermäßig durch Nässe aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind gerade ein wenig ratlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den heutigen Tag haben wir übrigens shoppend verbracht, so dass wir jetzt fast alles, was auf unserer Einkaufsliste stand, erstanden haben. Demgemäß bräuchten wir jetzt keinen Regentag mehr.</description>
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    <dc:subject>Urlaub</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2010 pattyv</dc:rights>
    <dc:date>2010-09-16T20:12:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://patty.twoday.net/stories/8353529/">
    <title>Eisiges Vergnügen</title>
    <link>http://patty.twoday.net/stories/8353529/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;Japanese Garden in Portland.&quot; height=&quot;241&quot; alt=&quot;Japanese Garden in Portland.&quot; width=&quot;369&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/patty/images/japanese_garden.jpg&quot; /&gt;Heute hat er uns erwischt, mitten in Portland, mitten im japanischen Garten  er war ja auch angekündigt: Regen, der uns schließlich ganz schnell aus der Stadt hat flüchten lassen. Dabei trotzten wir dem ersten Schauer noch zuversichtlich, verloren aber genau jenen Hoffnungsschimmer beim zweiten, nicht enden wollenden Guss, der uns ungewollt immer nasser hat werden und durch den Wind auch frieren lassen. Dabei hatten wir durchaus vor, der größten Stadt des Bundesstaates Oregon, die den Ruf genießt, landschaftlich sehr beeindruckend zu sein und einen guten Lebensstandard zu bieten, ihre schönen Seiten abzugewinnen. Und da hierzu eben auch der viel gepriesene Japanese Garden gehört, der einer der authentischsten japanischen Gärten außerhalb von Japans sein soll, war er auch unsere erste Anlaufstelle. Gleich neben dem ältesten ununterbrochen gepflegten und öffentlichen Rosengarten der Vereinigten Staaten bettet sich in den westlichen Hügeln von Portland der 2,2 Hektar große Japanische Garten ein, der fünf verschiedene Gestaltungsstile umfasst. Angedacht war, beide Gärten zu besuchen, doch der Regen trübte unserem Ausflug leider im höchsten Maße und ließ zeitgleich die Erinnerung an unseren letztjährigen USA-Urlaub wach werden, wo wir gerade mal drei gänzlich regenfreie Tage hatten. Nun gut, mit etwas Phantasie waren wir in der Lage, uns den Ort Ruhe, die er ungeachtet des Regens trotzdem ausstrahlte, bei besserem Wetter in seiner ganzen Pracht vorzustellen. Stattdessen stapften wir mit etwas Missmut an den fernöstlichen Schönheiten des Parks vorbei, der mit dem Slogan vier Jahreszeiten - fünf Sinne  eine außergewöhnliche Erfahrung wirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber gut, zu dem Zeitpunkt, als der zweite große Regen kam, hatten wir den Park schon fast ganz gesehen, insofern gibts diesbezüglich keinen Grund, Trübsal zu blasen. Besonders traurig fand ich jedoch die Tatsache, den Rosengarten, der mit seinen Farbenvielfalt zu einem Besuch lockte, nicht gesehen zu haben. Aber bei der Nässe hätte das keinerlei Sinn gemacht. So stiegen wir ins Auto und setzten unsere Reise gen Norden fort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vormittags haben wir noch einen kleinen, am Wegesrand liegenden Abstecher nach Woodburn gemacht, um dort ein Outletcenter zu durchstreifen, schließlich suche ich seit vergangenem Jahr vergebens nach leuchtend orangenen Turnschuhen, die es damals, als ich sie zum ersten Mal sah und mein Gefallen dafür entdeckte, leider nicht in meiner Größe gab und ich solche seitdem leider nie mehr gesehen habe, gleichwohl der Wunsch danach noch immer in meinem Herzen brennt. &lt;img title=&quot;Einfach nur lecker, wenn auch nicht ganz günstig.&quot; height=&quot;316&quot; alt=&quot;Einfach nur lecker, wenn auch nicht ganz günstig.&quot; width=&quot;369&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/patty/images/eis.jpg&quot; /&gt;Die passenden Schuhe fanden wir zwar nicht, dafür haben wir aber etwas ganz anderes entdeckt, das unsere Seh-, Geruchs- und Geschmackssinne zutiefst beeindruckte, wobei das sicherlich noch gänzlich untertrieben ist. Wer sich wirklich mal eine ganz besondere, süße und kalte Gaumenfreude, die nachhaltigen Charakter hat, gönnen möchte, sollte, wenn er einen Laden namens &lt;a href=&quot;http://www.coldstonecreamery.com/icecream/ice_cream.html&quot;&gt;Cold Stone Creamery&lt;/a&gt; sieht, auf jeden Fall dort einkehren und sich ein Eis nach seinem Geschmack zaubern lassen. Ehrlich gesagt fehlen mir die Worte, um zu beschreiben, wie grandios ich die Idee fand, sich in einer selbst gemachten Spezialwaffel, von der es diverse, vortreffliche Varianten gibt, sein Eis samt anderweitiger Zutaten selbst zusammenzustellen. Der Kreation sind da wirklich kaum Grenzen gesetzt. Man sucht sich eine Eissorte aus, die dann mit  je nach Wunsch  Marshmallows, Gummibärchen, Butterfinger, Nüssen, Krokant, Snickers, weißen oder dunklen Schokosplittern und vielen anderen Möglichkeiten mehr vermengt und in die Eiswaffel gefüllt wird. Für uns wurde diese süße Köstlichkeit wahrlich zu einem Gaumenschmaus der bisher nie zuvor gekosteten Art. Unvergleichlich, um es auf den Punkt zu bringen. Dabei ist alleine schon das Aufsuchen des Ladens einen Besuch wert, weil der Geruch frisch gebackener Waffeln in der Luft liegt und die Zubereitung eines Eises eindrucksvoll ist.</description>
    <dc:creator>pattyv</dc:creator>
    <dc:subject>Urlaub</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2010 pattyv</dc:rights>
    <dc:date>2010-09-15T21:50:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://patty.twoday.net/stories/8351992/">
    <title>Adrenalinkick in den Dünen</title>
    <link>http://patty.twoday.net/stories/8351992/</link>
    <description>Küste oder Berge? Das war heute die elementare Frage. Wir entschieden uns für die Küste  und es war gut so, wobei mich die Alternative, Crater Lake, auch interessiert hätte, schließlich handelt es sich bei diesem Kratersee des Vulkans Mount Mazama, der sich durch eine ungewöhnlich tiefblaue Farbe auszeichnen soll, um den tiefsten See des Landes, welcher darüber hinaus die beste Wasserqualität in ganz Nordamerika haben soll. Und auf der zweistündigen Route dorthin hätten außerdem diverse sehenswerte Wasserfälle unseren Weg gesäumt, zumindest hat uns dies der nette ältere Herr in der Touristinformation in Roseburg so erzählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Der Pan in den Weiten der Dünen der Oregon Dunes National Recreation Area.&quot; height=&quot;246&quot; alt=&quot;Der Pan in den Weiten der Dünen der Oregon Dunes National Recreation Area.&quot; width=&quot;369&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/patty/images/panquad.jpg&quot; /&gt;Da beide Ziele in völlig entgegen gesetzter Richtung lagen, mussten wir uns entscheiden. Laut Wettervorhersage sollte heute der vorerst letzte sonnige Tag sein. Wollten wir diesen in den  kühl(er)en Bergen verbringen oder nicht doch an die Küste, die bei Regen viel ihres Flairs einbüßt, fahren? Leicht fiel uns die Entscheidung nicht. Beides hatte seinen Reiz, beides seine Berechtigung, gesehen zu werden. Letztlich entschieden wir uns aber für die Küste, in deren Sanddünen wir mit dem Quad fahren wollten, was wir kurz zuvor in einem Film in der Touristinformation gesehen hatten. O.k., ich gebe zu, dass es mir etwas Angst bereitete und, um es vorweg zu sagen, dann auch viel schlimmer wurde, was meine Angst betrifft, als ich dachte, aber es war soooooo genial. Neben Canyoning und meiner ersten Klettererfahrung mit das Beste, was ich jemals gemacht habe. Einfach atemberaubend. Und was ist schon Angst? Eine warnende Barke, die es sich zu überwinden lohnt, wenn sachliche Fakten ihr widersprechen (Tausende Leute vor uns haben das schon gemacht, Tausende werden es nach uns machen), schließlich kann man sich danach als kleiner Held fühlen, Eroberer des Sandes sozusagen. Und als solche konnten wir uns nach der Tour mit all dem Sand in unseren Schuhen uns unserer Kleidung dann auch wirklich bezeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber zurück zum Anfang. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Pan? Er hatte nicht minder Angst, wäre selbst wahrscheinlich nie auf die Idee gekommen, dieses für uns abenteuerliche Vorhaben umzusetzen. Ganz nach dem Motto, ohne  es jedoch explizit auszusprechen, fuhren wir mit den Gedanken nur sterben ist schlimmer gen Westen den Sanddünen entgegen, wobei wir während dieser Fahrt beschlossen, auf unserer Rückreise auf jeden Fall noch einen Abstecher beim Crater Lake zu machen. Schauen wir mal, ob uns das gelingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach knapp zwei Stunden erreichten wir unser Ziel nahe Florence. Wider Erwarten befand sich die Verleihstation nicht direkt am Strand. Nach den ersten, uns viel zu schnell gesprochenen Formalien, die uns daran hinderten, den jungen Mann hinter dem Tresen im Detail zu verstehen, waren genau jene aufgesammelten Bruchstücke das, was mir Angst bereitete. &lt;img title=&quot;Oregon Dunes National Recreation Area.&quot; height=&quot;273&quot; alt=&quot;Oregon Dunes National Recreation Area.&quot; width=&quot;369&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/patty/images/duenen.jpg&quot; /&gt;Sollten wir mit den Quads, die sich vor der Türe befanden, auf der Landstraße fahren, um in die Dünen zu kommen? Ich selbst bin noch niemals auch nur einen einzigen Meter auf amerikanischen Straßen gefahren, habe mich bisher auch kaum um die Verkehrszeichen oder regeln bemüht. Fünf bis sieben Minuten würde man bis zu den Dünen brauchen, sagte das amerikanische Dieter Thomas Heck-Double. Man würde uns dorthin begleiten. Aber selbst das beruhigte mich nicht. In einer Gruppe dorthin fahren? Demgemäß in einer Geschwindigkeit, die der erste vorgibt und nicht eine, die ich für meine Möglichkeiten für gut heiße?! Und Quad-Kenntnisse hatte ich zudem keine. Die englische kurze Einweisung in das Gefährt, was man tun und was man lassen sollte, was im Falle eines Unfalls, was im Falle eines Verlassens der nur erdachten Begrenzungen (kein Scherz!) usw. zu tun ist bzw. auch die Regeln, an die man sich beim Fahren halten soll, hätten mich in der Kürze der Zeit auch in deutscher Sprache irritiert. Aber so? Aufgrund meiner Nervosität verstand ich fast nur Bahnhof. Und dann gings plötzlich doch ganz schnell. Unsere Gruppe bestand aus fünf Personen, vier Männern und mir. Helm auf, Quad an und los gings. Zum Glück nicht auf der Landstraße, dafür aber eine umso hügeligere Strecke, die mir schon zu Beginn alles abverlangte, während sich die drei Männer hinter mir wahrscheinlich zu Tode langweilten, weil ich so langsam fuhr. Diesbezüglich hatte ich übrigens recht: an der erstbesten Stelle rauschten sie an mir vorbei, was mir aber egal war. In den Dünen angekommen hatte ich eigentlich schon genug und hätte das Geländefahrzeug am liebsten  wieder zurückgegeben. Nach einem kurzer Nachfrage, ob alles o.k. sei, verschwand unser Guide in halsbrecherischer Manier, die ich gerne fotografiert hätte, doch ans Fotografieren konnte ich zu diesem Zeitpunkt kaum denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor uns erschloss sich eine riesige, für das Auge nahezu begrenzungslose Weite, die mir wie die Wüste schien. Endlos und lang. Irgendwie auch gänzlich orientierungsarm. Würden wir da jemals wieder raus finden? Fast genauso schnell wie unser Guide machten sich unsere drei Mitfahrer aus dem sandigen Staub, während der Pan und ich alleine zurückblieben. Puhhh. Das brachte mir zumindest ein wenig Erleichterung. Ankommen. In meiner Zeit. Ohne Zeugen, vor denen man sich blamieren könnte.	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ferne türmten sich große und steile durch Wellen und Wind geformte Hügel auf, in denen wir andere Fahrer sahen. Ein Blick genügte und dem Pan und mir war klar, dass wir dort auf keinen Fall hochfahren würden. Stattdessen krochen wir wie Schildkröten behutsam durch den flachen Sand, um ein Gefühl für das Fahrzeug und das Fahren auf diesem ungriffigen Terrain zu bekommen. Doch die Zeit wurde uns zum Freund und mit ihr gewannen wir dann auch ein Stückchen Sicherheit und ein ganz klein wenig Mut, dass uns in Folge vielleicht wie kleine Igel über die Fläche hat huschen lassen. Und mit der Zeit kam dann auch der Spaß, wenngleich die Angst blieb, sich sogar wieder steigerte, als wir beide im Sand stecken blieben und die Räder einfach nur noch durchdrehten und sich immer tiefer im Sand vergruben. Aufregend. Wahrlich berauschend kann ich jetzt im Rückblick sagen. Vielleicht wiederholen wir irgendwann dieses motorisierte naturnahe Vergnügen. Ich wäre auf jeden Fall dabei. Und dann auch ganz gewiss nicht mehr so ängstlich. Obwohl? Es käme auf einen Versuch an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgewühlt und mit einem Adrenalinkick im Blut fuhren wir im Anschluss an unseren Kurztrip an die Küste noch rund 200 Kilometer weiter ins Landesinnere, um in einer der fruchtbarsten Regionen der Erde, nämlich Salem, der Hauptstadt des Bundesstaates Oregon, unseren nächtlichen Zwischenstopp auf unserer Reise nach Kanada einzulegen. Ganz wohl war mit dabei aber nicht, wobei sich meine diesbezüglichen Zweifel aus keiner Realität nähren, sondern sich einfach aus der Erinnerung an einen schrecklichen Horrorfilm namens Brennen muss Salem, den ich irgendwann Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre einmal gesehen hatte, bedienen. Seltsam, dass einem so etwas über eine solch lange Zeit haften bleibt. Mittlerweile meide ich dieses Genre übrigens, aber das nur mal nebenbei erwähnt.</description>
    <dc:creator>pattyv</dc:creator>
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    <dc:date>2010-09-14T21:59:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://patty.twoday.net/stories/8350364/">
    <title>Erdbeerbäume, Schafsohren und Kängurugras</title>
    <link>http://patty.twoday.net/stories/8350364/</link>
    <description>Es kam mal wieder anders als gedacht, wobei die Formulierung anders als gedacht letztlich falsch ist, da wir uns in diesem Urlaub doch eher treiben lassen, als ihn restlos durchzuplanen, es aber davon abgesehen natürlich schon ganz grob eine Route gibt, die wir auf unserer langen Rundreise angedacht hatten. Der Trip des Vortages hatte uns abends in Redding, einer unspektakulären mittelgroßen Stadt, die noch nicht einmal im Reiseführer stand, eingespült. Uns sollte sie jedoch nur als Schlafstätte dienen, bevor wir am nächsten Tag die Weiterfahrt gen Norden antreten wollten. Des WiFi-Zugangs im Zimmer wegen habe ich mich dann aber mal ein wenig über die 100.000 Einwohner große Stadt informieren wollen und hierbei erfahren, dass sie sich ausschließlich mit einer Sehenswürdigkeit rühmt, der Sundial Bridge. &lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Sundial Bridge in Redding.&quot; height=&quot;233&quot; alt=&quot;Sundial Bridge in Redding.&quot; width=&quot;383&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/patty/images/SundialBridge.jpg&quot; /&gt;Die 2004 eröffnete freitragende Schrägseilbrücke überspannt in einer Länge von 213 Metern den Sacramento River, hieß es dort. Das Bild war verlockend. Und wenn wir schon mal hier sind, können wir uns die Brücke doch auch ansehen, bevor wir weiterfahren, sagten wir uns. Gesagt. Getan. Gestärkt vom landestypischen (meist absolut unspektakulären) Continental Breakfast machten wir uns bereits kurz nach 9 Uhr auf den Weg, um nach wenigen Fahrminuten positiv überrascht zu werden. Die Brücke als solche ist, wenn man denn mal vor Ort sein sollte, auf jeden Fall einen kleinen Abstecher wert. Kurzweilig ist zudem der Turtle Bay Exploration Park, der sich beiderseits des Flusses befindet. Auf Schildern mehrfach vor Klapperschlangen gewarnt haben wir uns dann sogar zwei Stunden in dem Areal, in dem es unter anderem Erdbeerbäume, Schafsohren, Kängurugras, Bärenzungen, Jerusalemsagen, überdimensionierte Kaulquappen und vielerlei Kleintiere zu bestaunen gibt, aufgehalten. Insofern ein echtes Geschenk des Zufalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den vielen gefahrenen Kilometern stand heute auch das erste Mal Tanken an, was in jedem Urlaub anfänglich immer ein wenig mit Angst besetzt ist, weil es sich mit dem Tanken in den USA ähnlich wie mit den Duschen verhält. Es gibt viele Möglichkeiten, zumindest befremdliche. Und seltsame Benzinsorten. Nun ja. Um es kurz zu machen: wir standen an der Tankstelle und hatten keine Ahnung. Als wir jemanden zur Hilfe holten, wusste selbst die Fachangestellte nicht weiter. Sie stützte sich auf Vermutungen, riet uns zur Sicherheit aber bei dem Autoverleih anzurufen, damit wir den Motor nicht kaputt machen. Telefonat mit der Verleihfirma über Themen, die wir vermutlich noch nicht einmal in Deutsch verstehen würden? Mit ein wenig Mut überwanden wir uns, die Dame zu fragen, ob sie für uns dort anrufen würde, schließlich war sie vom Fach. Sie tat es. Sie tat es sogar gerne! Rund 10 Minuten dauerte das Gespräch, das für uns den Tag rettete und uns Klärung brachte, schließlich dachten wir noch kurz vorher, dass wir einen ganz seltenen Treibstoff benötigen, den es nur in auserlesenen Tankstellen gibt. Außer einem Danke wollte sie nichts annehmen. Stattdessen sollten wir doch einfach mal wieder vorbeikommen, wenn wir wieder in der Gegend seien, um Hallo zu sagen. Irgendwie waren wir beschämt, weil wir so gar nichts zurückgeben konnten und sie uns doch so sehr geholfen hatte. Also küsste ich sie wenigstens voller Freude und Dankbarkeit auf beide Wangen, was sich lächelnd annahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem kleinen Abstecher in einem Outlet-Center, den sie uns empfahl, ging unsere Reise am Nachmittag dann tatsächlich weiter gen Norden durch eine farbenreiche, manchmal aber auch gänzlich karge und öde Landschaft, die uns aber doch faszinierte, vor allem auch die Bergkulissen, an deren Gipfel Schnee hing, während wir bei über 30 Grad Sommergefühle hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere heutige Rast zur Nacht legen wir in einer Kleinstadt im Südwesten von Oregon ein. Ganze 20.000 Einwohner zählt Roseburg, das sich aber doch mit einem unterhaltsamen Detail zur Sprache bringt, denn von hier stammt der Erfinder des &lt;A HREF=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Fliegendes_Spaghettimonster&quot; TARGET=&quot;_blank&quot;&gt;Fliegenden Spaghetti-Monsters&lt;/A&gt;.</description>
    <dc:creator>pattyv</dc:creator>
    <dc:subject>Urlaub</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2010 pattyv</dc:rights>
    <dc:date>2010-09-13T21:32:00Z</dc:date>
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    <title>Mörderische Temperaturschwankungen und flüchtende Seelöwen</title>
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    <description>So sommerlich es gestern war, so erschreckend kalt war es heute. Selbst in Jacke gehüllt wollte es mir einfach nicht warm werden. Unerträglich schneidend blies vor allem der Wind, der die gefühlte Temperatur noch wesentlich kühler erschienen  ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Seelöwen am Pier 39.&quot; height=&quot;226&quot; alt=&quot;Seelöwen am Pier 39.&quot; width=&quot;354&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/patty/images/Seeloewen.jpg&quot; /&gt;Nachdem wir gestern Abend so erfolglos wenig Seelöwen bei ihrem schlichten, aber dennoch touristisch sehenswerten Dasein beobachten konnten, was wir auf unseren späten Besuch zurückführten, versuchten wir heute Vormittag erneut unser Glück, jedoch ohne selbiges zu haben, was die Vermutung nahe legt, dass auch Seelöwen ein wenig wetterfühlig sind oder schlicht und ergreifend so intelligent, sich ohne Sonne nicht auf den schwimmenden Holzstegen im kalten Pazifik niederzulassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Rätsels Lösung ist aber doch eine ganz andere! Wie ich mich einmal mehr schwach an einen in der Vergangenheit gelesenen Artikel über das plötzliche Verschwinden tausender Seelöwen am Pier 39 erinnerte, recherchierte ich inzwischen, dass die Meeressäuger Ende November 2009 von der berühmten Touristenattraktion Fishermans Wharf in den 800 Kilometer entfernt liegenden Nachbarstaat Oregon ausgewandert sind. Dort sind sie plötzlich und überraschend einfach aufgetaucht. Experten glauben diesbezüglich, dass die Seelöwen einer kalten Wasserströmung mit reichlich Futter nach Norden gefolgt sind, da die ungewöhnlich warmen Strömungen entlang der kalifornischen Küste dort in der Vergangenheit die Fischbestände erheblich reduziert hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kälte wegen besannen wir uns hinsichtlich unserer zunächst geplanten Tagestour doch eines anderen und ließen recht schnell von dem Vorhaben, den Golden Gate Park aufzusuchen, ab. Stattdessen fuhren wir mit unserem schicken roten Leihwagen, der mich vor allem auch mit seinem schmeichelhaften Blinkergeräusch begeistert, die steilen Hänge San Franciscos hinauf, um sie im engen Zickzack der Lombard Street (angeblich die kurvenreichste der Welt), die wir am Tag zuvor noch gelaufen sind, wieder hinunter zu fahren. Herrlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss daran fuhren wir über DAS meistfotografierte Wahrzeichen der Stadt, die Golden Gate Bridge, die sich mit dem traurigen Rekord rühmt, die Brücke zu sein, von der sich weltweit am meisten Menschen zu Tode gestürzt haben.&lt;img title=&quot;Meistfotografierte Sehenswürdigkeit der Welt: die Golde Gate Bridge in San Francisco.&quot; height=&quot;276&quot; alt=&quot;Meistfotografierte Sehenswürdigkeit der Welt: die Golde Gate Bridge in San Francisco.&quot; width=&quot;369&quot; align=&quot;right&quot; class=&quot;right&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/patty/images/GoldenGateBridge.jpg&quot; /&gt; Seit ihrer Fertigstellung 1937 über 1200 Personen. Da wir vorteilhafter Weise aus der Stadt herausfuhren, blieben uns auch die 5 Dollar Maut erspart, die wir in knapp zwei Wochen jedoch bei unserer Rückkehr zu zahlen haben. Naja. Dass Toll nicht toll ist, haben wir ja schon letztes Jahr im wahrsten Sinne des Wortes zur Genüge erfahren. Bin gespannt, welche Summe dieses Jahr zusammen kommt. Auf zwei stürmischen Aussichtspunkten haben wir dann noch ein paar obligatorische Fotos gemacht, bevor wir uns kurzerhand zur Weiterfahrt gen Norden entschlossen, für den wesentlich wärmere Temperaturen angesagt waren. Und wahrlich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaum waren wir aus der romantischen Metropole Kaliforniens draußen, stiegen die Temperaturen sichtlich. Auch das hatte ich im Vorfeld gelesen, hielt es aber kaum für möglich. Natürlich mussten wir erst ein paar Meilen fahren, aber der unmittelbare Zusammenhang zwischen steigender Distanz zur Stadt und ansteigenden Temperaturen war unverkennbar. Nach 80 Meilen befanden wir uns plötzlich in sengender Hitze. Atemberaubend, dass so etwas möglich ist. Hätte ich es selbst nicht erlebt, hielte ich es wohl für einen billigen Zaubertrick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile sind wir in Redding gelandet, wo wir die Nacht verbringen werden, um nach dem Frühstück weiter gen Norden zu fahren.</description>
    <dc:creator>pattyv</dc:creator>
    <dc:subject>Urlaub</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2010 pattyv</dc:rights>
    <dc:date>2010-09-12T21:33:00Z</dc:date>
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    <title>Hafen und Hügel</title>
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    <description>So ganz scheinen wir den Jetlag noch nicht überwunden zu haben, denn sonst wären wir gestern Abend um 21 Uhr nicht wie müde Krieger nach einem schweren Kampf ins Bett gekippt, wobei der Schlaf als solches gänzlich erholsam war und uns heute Morgen bereits um 5.30 Uhr in den Tag hat starten lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den gestrigen Tag verbrachten wir fast ausnahmslos am Port of San Francisco, sprich am Hafen. Um den horrenden Tagesparkgebühren von bis zu 48 Dollar (kein Scherz!) ein Schnippchen zu schlagen, haben wir etwas weiter außerhalb geparkt, genauer gesagt in den Nähe der Oakland Bridge, wo wir für akzeptable 6 Dollar eine angenehme Stellfläche fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dümmlicherweise muss ich zugeben, dass wir uns anfänglich von der Oakland Bridge in die Irre haben leiten lassen, was auch nicht weiter schwierig war, denn sie war die einzige Hängebrücke weit und breit, egal wie fern wir unseren Blick aufs Meer haben schweifen lassen. Und da wir wussten, dass von Fishermans Warf, der gefühlt nahen Touristenattraktion, die unseres anvisiertes Ziel des ersten Erkundungsspazierganges war, auf welche mit Schildern immer wieder verwiesen wurde, der Blick auf die Golden Gate Bridge möglich ist, gingen wir fälschlicherweise davon aus, dass die Oakland Bridge vermutlich die Golden Gate Bridge ist. Dies ist insofern peinlich, als dass ich hier vor etlichen Jahren schon einmal zugegen war und mein Erinnerungsvermögen keinerlei Verknüpfungspunkte fand. Das einzige, was mich wirklich wunderte, war die graue Farbe der Oakland Bridge, die im übrigen sogar ein halbes Jahr früher als die Golden Gate Bridge eröffnet wurde. Aber gut. Farben sind vergänglich. Erschwerend kam hinzu, dass ich mich an einen TV-Bericht erinnerte, in welchem es hieß, dass die Golden Gate Bridge quasi immer gestrichen wird, denn kaum wenn die eine Seite fertig sei, würde man an der anderen bereits wieder damit beginnen müssen, um der Erosion Einhalt zu gebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine graue Golden Gate Bridge? Vielleicht grundieren sie sie gerade, dachte ich. Hmmmm?!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klärung brachte schließlich die gezielte Nachfrage bei Passanten, die uns mitteilten, dass die Golden Gate Bridge sich viel weiter westlich befindet, was bei uns für Erleichterung sorgte, denn von ansehnlich in dem Sinne empfand ich diesen grauen Stahltross wirklich nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir später an einem Markt  vorbeischlenderten und ich den Geruch frischen Obstes wahrnahm, erstand ich mir eine köstliche Nektarine für saftige 2 Dollar, die unseren Streifzug dennoch versüßte. Am Fishermans Wharf tummelten sich dann wesentlich mehr Leute als mir lieb war und doch wollten auch wir uns die Attraktion am Pier 39, die sich auf schwimmenden Holzbojen zur Schau stellenden Seelöwen, nicht entgehen lassen. Leider war ein Großteil, als wir dort angekommen waren, aber schon weg, so dass wir das nächste Mal vielleicht etwas früher dort vorbeischauen, wenn die Sonne noch höher am Himmel steht. In diesem Belang entsinne ich mich nämlich noch gut an meinen ersten Besuch, als die Masse der Tiere mich grölend und durchaus geruchsintensiv in ihren Bann zogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unserem Vorhaben, mit einem Boot auf die Gefängnisinsel Alcatraz überzusetzen, konnten wir leider nicht nachkommen, da die Touren für die nächsten beiden Tage schon komplett ausgebucht waren, was für das Wochenende wohl üblich zu sein scheint. Insofern setzen wir jetzt all unsere Hoffnungen darauf, dies vielleicht am Ende unserer Rundreise noch realisieren zu können, wenn wir in rund zwei Wochen nach 5000 Kilometer Fahrt wieder hier in San Francisco eintrudeln werden. Mal sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;Legendär und kurvenreich: die Lombard Street in San Francisco.&quot; height=&quot;245&quot; alt=&quot;Legendär und kurvenreich: die Lombard Street in San Francisco.&quot; width=&quot;369&quot; align=&quot;left&quot; class=&quot;left&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/patty/images/LombardStreet.jpg&quot; /&gt;Klar, dass wir in der Stadt der Up and Downs mit ihren 40 Hügeln auch die steilen Straßen entlang liefen, wo uns etliche Cable Cars begegneten. Das Gefühl, unbedingt in einer mitfahren zu wollen, hatten wir aber beide nicht, weshalb wir es auch unterließen. Dafür wollten wir uns aber auf keinen Fall die Lombard Street, die sich in engen Nadelkurven von der Hyde St zur Leaveworth Street hinunter schlängelt, entgehen lassen. Andere allerdings auch nicht, so dass hier  wie bei Fishermans Wharf - ein großer Menschenauflauf zugegen war. Betrüblicherweise war der Sonnenstand zu unserem Erscheinen so unvorteilhaft, dass man kaum ein passables Foto machen konnte. Naja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fakt ist, dass wir am Hafen weitaus mehr Zeit verbracht haben, als wir es jemals für möglich hielten, weshalb sich unser fast stürmisches Zurücklaufen am Abend zum Auto als fröstelnde Herausforderung erwies, um mal tief stapelnd zu sprechen, schließlich sind wir in gänzlicher Sommermontur aufgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Golden Gate Bridge bereits am Nachmittag vom Nebel verschlungen war, hoffen wir heute auf einen sichtfreien Besuch samt Überfahrt. Desweiteren wollen wir auch noch unbedingt den Golden Gate Park, der Oase der Stadt, in der sich laut Reiseführer ein wunderschön angelegter Garten im alten japanischen Stil befindet, sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Momentan (08.30 Uhr am Morgen) zeigt sich das Wetter hier heute aber wesentlich unfreundlicher als es uns gestern zu dieser Zeit willkommen hieß. Vielleicht fahren wir aber auch heute Vormittag schon gen Norden, um bei unserer Rückkehr auf sonnigere Umstände zu hoffen.</description>
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