Technisch betrachtet ist das Auffinden von materiell Greifbarem eigentlich ganz einfach: Adresse oder Ort eingeben und schon spuckt Googles allseits bekannter Geocoder die Koordinaten aus. Wenn ich mich hingegen selbst zu orten versuche, findet das Referenzsystem jedoch nichts Erkennbares, gerade so, als sei ich ein Staubkorn in der Wüste, das auf keinen Verzeichnis der Welt Beachtung findet. Gefühlt befinde ich mich insofern im kargen Niemandsland, das niemals kartiert wurde, fast so als stünde ich wie ein Scheintoter zwischen Leben und Tod.
Mein Verstand sagt mir natürlich, dass ich real existierend bin, und doch switche ich letztlich nur zwischen dem Schatten der gerade noch erträglichen Wirklichkeit und der mir zurechtgezimmerten Fiktion, die ich mit Freunden aus dem TV lebhaft ausschmücke. So bin ich zumindest nicht mehr alleine.
Mein Verstand sagt mir natürlich, dass ich real existierend bin, und doch switche ich letztlich nur zwischen dem Schatten der gerade noch erträglichen Wirklichkeit und der mir zurechtgezimmerten Fiktion, die ich mit Freunden aus dem TV lebhaft ausschmücke. So bin ich zumindest nicht mehr alleine.
pattyv - am Mittwoch, 20. Januar 2010, 01:57 - Rubrik: Des Lebens muede
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Nachdem es in den heimatlichen Gefilden, um es mal salopp zu formulieren, nicht mehr so rund läuft, habe ich kurz vor Weihnachten zwei Bewerbungen auf Reisen gesandt: eine nach Berlin, eine andere nach Hamburg. Obwohl mir die Arbeitsstelle in Berlin im Haus der kleinen Forscher vom Aufgabenprofil wesentlich besser gefallen hätte, war ich mich sicher, dass ich auf diese Bewerbung hin eine Absage bekomme, da es sich hierbei um eine Leitungsposition handelt und ich hierin keinerlei Erfahrung habe. Trotzdem wollte ich die Möglichkeit auf diese spannende Tätigkeit nicht ungenutzt an mir vorüberstreichen lassen. Von Berlin habe ich bisher aber keine Nachricht erhalten, außer dass meine Unterlagen eingegangen sind. Ungeachtet dessen sind meine diesbezüglichen Chancen aber wirklich null und nichtig, den beiden abgeschlossenen Studiengängen und dem Volontariat zum Trotz. Es scheint als mache nichts mehr Sinn, wofür ich die Jahre zuvor Zeit und Energie aufgebracht habe. Ich habe etwas, was noch nicht mal das Papier wert zu sein scheint, auf dem es steht. Abschlüsse und Qualifikationen, die durch den Schredder der Zeit gänzlich wertlos geworden sind.
Vielleicht bin ich größenwahnsinnig, das mag sein, das mag ich mir auch nicht absprechen, aber irgendwie hatte ich tatsächlich geglaubt, dass mich zumindest die Stiftung in Hamburg zu einem Vorstellungsgespräch einladen würde. „Wenigstens das!“, dachte ich. Wie sich gestern herausstellte – die Absage kam wie üblich in einem großen Umschlag mit der Post – habe ich mich völlig selbst überschätzt. Wie maßlos von mir. Ich kann gar nicht mit Worten beschreiben, wie sehr das an meinem Selbstbewusstsein nagt. Ich bin es nicht wert, eingeladen zu werden! Bin stattdessen einfach nur eine zu Papier gebrachte Anhäufung von Informationen, die die Hürde nicht genommen haben. Unterm Strich bleibt für mich insofern die Info: Ich bin ein Nichts! Und genauso fühle ich mich jetzt auch.
Vielleicht bin ich größenwahnsinnig, das mag sein, das mag ich mir auch nicht absprechen, aber irgendwie hatte ich tatsächlich geglaubt, dass mich zumindest die Stiftung in Hamburg zu einem Vorstellungsgespräch einladen würde. „Wenigstens das!“, dachte ich. Wie sich gestern herausstellte – die Absage kam wie üblich in einem großen Umschlag mit der Post – habe ich mich völlig selbst überschätzt. Wie maßlos von mir. Ich kann gar nicht mit Worten beschreiben, wie sehr das an meinem Selbstbewusstsein nagt. Ich bin es nicht wert, eingeladen zu werden! Bin stattdessen einfach nur eine zu Papier gebrachte Anhäufung von Informationen, die die Hürde nicht genommen haben. Unterm Strich bleibt für mich insofern die Info: Ich bin ein Nichts! Und genauso fühle ich mich jetzt auch.
pattyv - am Sonntag, 10. Januar 2010, 10:38 - Rubrik: Des Lebens muede
Obwohl das neue Jahr dem Kalender bisher lediglich einige wenige Tage abverlangt hat, fühle ich mich in ihm bereits völlig verbraucht, was angesichts der Tatsache, dass ich rückblickend fast vier Wochen Urlaub hatte, kaum zu glauben ist. Momentan fehlt mir der Antrieb für die gängigsten Handgriffe. Und auch Konversation, egal auf welcher Ebene – virtuell oder real –, erscheint mir wie die Teilnahme an einem Marathon, für den mir sowohl die Kondition als auch die (mentale) Kraft fehlt. Ja, selbst das Denken schwächt. Am liebsten würde ich einfach wegfahren, um mich um nichts mehr kümmern zu müssen und alles Belastende hier zu lassen. Irgendwohin, wo es warm ist, wo es aber keine Nachrichten, keine Computer und auch sonstige technischen Spielereien zum Anschluss in die virtuelle Welt gibt. Einfach nur dorthin, wo man sich erholen kann und einen nicht die Realität einholt, sondern nur das zu erkunden wollenden Hier und Jetzt vor Ort zählt.
pattyv - am Donnerstag, 7. Januar 2010, 01:33 - Rubrik: Des Lebens muede
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Nur noch wenige Tage und mein letzter bezahlter Urlaub neigt sich dem Ende entgegen. Künftig heißt die Devise nämlich leider nur noch: bezahlt wird ausnahmslos die Arbeitszeit. Insofern wünschte ich, dass ich einen Sekundenkleber für die Zeit hätte, um diese derzeit gänzlich verpflichtungsfreie Phase nicht enden zu lassen.
Langweilig würde es mir gewiss nicht werden, dafür weiß ich mich einfach zu gut zu beschäftigen oder die Stille zu genießen. Schade, dass Aladin nicht vorübergehend seine Wunderlampe verleiht, um auch anderen Glückssuchern die Möglichkeit zu offerieren, Sehnsüchte wahr werden zu lassen. Bleibt wohl doch nur diese Mini-Chance namens Lotto auf ein Leben in Selbstbestimmtheit.
Aber wer nicht wagt, …
Langweilig würde es mir gewiss nicht werden, dafür weiß ich mich einfach zu gut zu beschäftigen oder die Stille zu genießen. Schade, dass Aladin nicht vorübergehend seine Wunderlampe verleiht, um auch anderen Glückssuchern die Möglichkeit zu offerieren, Sehnsüchte wahr werden zu lassen. Bleibt wohl doch nur diese Mini-Chance namens Lotto auf ein Leben in Selbstbestimmtheit.
Aber wer nicht wagt, …
pattyv - am Mittwoch, 30. Dezember 2009, 16:20 - Rubrik: Ein neuer Tag
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Ich selbst habe ja leider den absolut braunen Daumen - bisher sind mir alle Pflanzen eingegangen, weil ich sie IMMER zu viel bewässert habe. Andere hingegen vergessen das Gießen, weswegen deren Pflanzen vertrocknen. Für all jene, die sich mit der Pflege von Pflanzen schwer tun, gibt's nun aber eine Lösung, wenn auch erst nur sehr kärglich, aber auch jeder Mammutbaum entspringt anfänglich zunächst einem kleinen Samen.
Wovon ich rede?
Von der weltweit ersten "Baby-Klappe" für ungeliebte Pflanzen, die in Deutschland bisher mehr als 170 Bäumchen und Blumen vor einem Ende in der Mülltonne gerettet hat. Wie ich im Nachrichtenticker erfuhr, zog die Mit-Initiatorin Haike Rausch zum diesjährigen Saison-Ende des Kunstprojekts "botanoadopt" eine Erfolgsbilanz. Es gebe einen deutlichen Bedarf an Pflanzenklappen, sagte sie der Deutschen Presse Agentur in Münster. 80 der Findlinge seien bereits adoptiert worden. Die Aktion hatte im Februar im Künstlerdorf Schöppingen begonnen. Inzwischen steht die Klappe in Frankfurt/Main.
Wovon ich rede?
Von der weltweit ersten "Baby-Klappe" für ungeliebte Pflanzen, die in Deutschland bisher mehr als 170 Bäumchen und Blumen vor einem Ende in der Mülltonne gerettet hat. Wie ich im Nachrichtenticker erfuhr, zog die Mit-Initiatorin Haike Rausch zum diesjährigen Saison-Ende des Kunstprojekts "botanoadopt" eine Erfolgsbilanz. Es gebe einen deutlichen Bedarf an Pflanzenklappen, sagte sie der Deutschen Presse Agentur in Münster. 80 der Findlinge seien bereits adoptiert worden. Die Aktion hatte im Februar im Künstlerdorf Schöppingen begonnen. Inzwischen steht die Klappe in Frankfurt/Main.
pattyv - am Sonntag, 20. Dezember 2009, 19:33 - Rubrik: Aus der Welt der Nachrichten
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Überraschung gelungen, auch wenn ich - zu Pattys großer Enttäuschung - schon im Auto beim Abholen vom Bahnhof sah, wo sie gewesen war. Das erste Mal in mehr als sechs Jahren - also seitdem wir zusammen sind - war sie geschminkt.
Und das Ergebnis: Die Fotos sind super schön, einzigartig, bringt sie noch schöner zur Geltung als sonstige Fotos von ihr. Da merkt man, dass Profis am Werk waren. Wer nun also Pattys Blogeintrag liest: Glaubt es ihr nicht, sie ist immer viel zu selbstkritisch. Denn das Ergebnis ist wirklich super. Bildhübsch! Werde es rahmen lassen und aufhängen!
Also, liebes Team: Ihr habt tolle Arbeit geleistet, sie ist auf den Fotos noch hübscher als in Wirklichkeit, und das hinzukriegen ist bereits verdammt schwer. Die Augen sind übrigens traumhaft schön!!!!!
Und das Ergebnis: Die Fotos sind super schön, einzigartig, bringt sie noch schöner zur Geltung als sonstige Fotos von ihr. Da merkt man, dass Profis am Werk waren. Wer nun also Pattys Blogeintrag liest: Glaubt es ihr nicht, sie ist immer viel zu selbstkritisch. Denn das Ergebnis ist wirklich super. Bildhübsch! Werde es rahmen lassen und aufhängen!
Also, liebes Team: Ihr habt tolle Arbeit geleistet, sie ist auf den Fotos noch hübscher als in Wirklichkeit, und das hinzukriegen ist bereits verdammt schwer. Die Augen sind übrigens traumhaft schön!!!!!
pattyv - am Freitag, 4. Dezember 2009, 21:45 - Rubrik: Ein neuer Tag
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Angereichert mit zahllosen Eindrücken des heutigen Tages, sitze ich noch immer ein wenig verstört hier, um für mich ein abschließendes Resümee ziehen zu können. Wo fange ich an, wo höre ich auf?Es war auf jeden Fall sehr viel professioneller und seriöser, als ich dachte. Uuuund! Ich war megamäßig aufgeregt! Kaum in Worte zu fassen, wie sehr, was meines Erachtens auch ein riesiges Problem war. Für MICH wohlgemerkt, da ich innerlich verkrampft war.
Der Pan, der mich wohl am besten kennt, wird sich ohnehin wundern, dass ich mich freiwillig vor die Kamera gestellt habe, die ich ansonsten fürchte wie der Teufel das Weihwasser, denn wenn irgendwo ein Objektiv auftaucht, bin ich ansonsten die Erste, die flüchtet. Und dann begebe ich mich freiwillig in diesen Workshop. Wahnsinn!
Missen möchte ich die Erfahrung aber keinesfalls: ich habe mich heute zum ersten Mal geschminkt gesehen, weswegen ich auch nicht aus dem über mich selbst staunenden Schmunzeln herauskam, obwohl ich mich anfänglich wie ein Clown mit Farbe im Gesicht fühlte. Mich reut auch das Geld nicht, dafür aber das, das heißt mein Endergebnis, was ich aber weder dem Team noch dem Fotografen zuschreibe, denn bis auf eine weitere Teilnehmerin, wurden meinem subjektiven Verständnis gemäß aus allen unscheinbaren Gänseblümchen des Workshops allesamt prachtvolle Rosen. Unfassbar, welch verborgene Schönheit in den einzelnen Damen schlummerte.
Und doch! Meine Metamorphose ist nicht gelungen. Und davor hatte ich Angst. Vor diesem Gefühl, dass sich jetzt enttäuscht in mir ausbreitet. Möglicherweise jammere ich aber auf einem zu hohen Niveau, denn was mir konkret missfällt, hat die Natur mir im Laufe der letzten Jahre leider ins Gesicht gemeißelt: Falten. Irgendwie hatte ich trotzdem gehofft, dass man die „Erfahrungslinien“, ein tröstlicherer Begriff der Veranstalter, vornehmlich auch jene um die Augen, einfach irgendwie wegzaubern könnte, obwohl mir andererseits natürlich bewusst war, dass ich mich an keinem Illuionsseminar bei Herrn Copperfield angemeldet habe.
Darüber hinaus missfallen mir meine Haare. Nicht gänzlich, aber doch jene Endsträhnen, denen man die Strapazen der von mir fast täglich vor- genommenen Glättung an- sieht. Auch hier hatte ich ein wenig auf Magie gehofft. Vielleicht bin ich aber auch mit zu großen Erwartungen, nein vielmehr sehnsuchtsreichen Hoffnungen, zu diesem Workshop, welche aufgrund meiner überkritischen Einstellung mir selbst gegenüber gar nicht realisiert werden konnten. Das Team war supernett, das gesamte Arrangement drum herum eingespielt und herzlich fürsorgend. Jeder leistete, was er in der vorgegebenen Zeit zu leisten vermag. Vielleicht hatte ich auf ein Wunder gehofft. Ein Kuriosum, das ich bei den anderen Teilnehmerinnen auch realisiert sah, weswegen ich meine Enttäuschung auch mir selbst zuschreibe. Vielleicht muss ich mir auch ehrlicher Weise eingestehen, dass man aus Unkraut keinesfalls die Königin aller Blumen zaubern kann, obwohl der Kern des Fotos, meine Augen, so ausdrucksstark blicken, als würde die Sonne daraus strahlen.Ich bin gespannt, was der weitaus unkritischere Pan dazu sagt, den ich mit diesem Foto eigentlich überraschen wollte.
NACHTRAG (22.50 Uhr):
Ich habe mir eben noch mal den direkten Vergleich zwischen Vorher- und Nachher-Foto von mir angesehen. Dazwischen liegen WELTEN! Das Team hat wirklich hervorragend gearbeitet und doch loderte wohl eine kleine Flamme namens Hoffnung in mir, dass das vorstellbar Übersteigende möglich sein könnte.
pattyv - am Freitag, 4. Dezember 2009, 18:40 - Rubrik: Ein neuer Tag
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Schon von Anfang an, sprich seit letzter Woche, als ich zum ersten Mal davon las, hatte ich ein zwiespältiges Gefühl. Einerseits reizte es mich, andererseits hatte ich auch Angst davor. Der Reiz lag darin, wissen zu wollen, was man rein optisch aus mir herausholen kann. Die Angst wiederum darin, trotz aller Mühen eines professionellen Teams, ein (für mich) niederschmetterndes Ergebnis zu erzielen? Die Internetseite lockte mit viel versprechenden Vorher-Nachher-Fotos.
Der Workshop selbst dauert nur drei Stunden, kostet aber 129 Euro! Wollte ich mir das wert sein? Oder war doch nur alles Scharlatanerie? Da ich mich nicht lächerlich machen will, verweise ich an dieser Stelle auch ganz bewusst nicht auf die Internetseite. Selbst der lokale Radiosender verloste eine Teilnahme für diesen Workshop. Sicherlich kein Garant für Seriösität, aber vielleicht ein Mini-Indiz? Auch die Recherche nach dem morgen im Einsatz stehenden Fotografen Guido Karp, von dem ich mehrfach las, dass er mit einer der bekanntesten Konzert- und Musikerfotografen Deutschlands sei, trug nicht zwingend zum Zweifeln bei, obwohl ich nach wie vor nicht bedenkenlos bin.
Aber für Zweifel ist es inzwischen zu spät, denn ich habe mich heute nach langem Zögern verbindlich für morgen angemeldet – und den vorletzten Platz ergattert, was ich insofern weiß, als dass ich das seit letzter Woche online verfolgt habe. Warum ich bis jetzt noch immer nicht Ross und Reiter, sprich den Namen der einmaligen Veranstaltung in unserer Gegend genannt habe? Weil ich fürchte, dass jemand, der an diesem Workshop schon teilgenommen hat oder jemanden kennt, der das tat, mich möglicherweise warnen möchte, doch dafür ist es jetzt einfach zu spät. Ich wollte mich auch nicht ärgern müssen, eine Chance vertan zu haben.
Immer wieder habe ich mehrfach am Tag auf die Internetseite gesehen und wahrgenommen, wie die freien Plätze immer weniger wurden. Ein bisschen hatte ich gehofft, dass vielleicht auch die letzten beiden freien Plätze einfach ausgebucht sind, wenn ich mich das nächste Mal einloggte, obgleich ich wusste, dass ich dann gewiss betrübt gewesen wäre. Aber die Plätze hielten sich wacker. Buchen, ja oder nein? Das war hier die Frage. Insgesamt habe ich drei Anläufe gebraucht, bis ich das Formular endlich verbindlich ausfüllte. Tja und mit dieser zugesagten und nicht gänzlich dem Schicksal überlassenen Variante muss ich nun auch mit dem Zweifel und der Unsicherheit leben. Aber wie heißt es so schön? Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Gewissheit, ob sich der finanzielle Einsatz gelohnt hat, werde ich letztlich morgen so gegen 15.30 Uhr haben, denn dann ist mein Workshop vorüber und ich um ein „wertvolles Großprint“, wie die Veranstalter schreiben, sowie einer CD mit rund 50 bis 100 Fotos der Session und Styling- und Schminktipps reicher, wobei ich auf letztgenanntes auch verzichten könnte.
Einmal mehr gilt der Grundsatz: Wait and see …
Der Workshop selbst dauert nur drei Stunden, kostet aber 129 Euro! Wollte ich mir das wert sein? Oder war doch nur alles Scharlatanerie? Da ich mich nicht lächerlich machen will, verweise ich an dieser Stelle auch ganz bewusst nicht auf die Internetseite. Selbst der lokale Radiosender verloste eine Teilnahme für diesen Workshop. Sicherlich kein Garant für Seriösität, aber vielleicht ein Mini-Indiz? Auch die Recherche nach dem morgen im Einsatz stehenden Fotografen Guido Karp, von dem ich mehrfach las, dass er mit einer der bekanntesten Konzert- und Musikerfotografen Deutschlands sei, trug nicht zwingend zum Zweifeln bei, obwohl ich nach wie vor nicht bedenkenlos bin.
Aber für Zweifel ist es inzwischen zu spät, denn ich habe mich heute nach langem Zögern verbindlich für morgen angemeldet – und den vorletzten Platz ergattert, was ich insofern weiß, als dass ich das seit letzter Woche online verfolgt habe. Warum ich bis jetzt noch immer nicht Ross und Reiter, sprich den Namen der einmaligen Veranstaltung in unserer Gegend genannt habe? Weil ich fürchte, dass jemand, der an diesem Workshop schon teilgenommen hat oder jemanden kennt, der das tat, mich möglicherweise warnen möchte, doch dafür ist es jetzt einfach zu spät. Ich wollte mich auch nicht ärgern müssen, eine Chance vertan zu haben.
Immer wieder habe ich mehrfach am Tag auf die Internetseite gesehen und wahrgenommen, wie die freien Plätze immer weniger wurden. Ein bisschen hatte ich gehofft, dass vielleicht auch die letzten beiden freien Plätze einfach ausgebucht sind, wenn ich mich das nächste Mal einloggte, obgleich ich wusste, dass ich dann gewiss betrübt gewesen wäre. Aber die Plätze hielten sich wacker. Buchen, ja oder nein? Das war hier die Frage. Insgesamt habe ich drei Anläufe gebraucht, bis ich das Formular endlich verbindlich ausfüllte. Tja und mit dieser zugesagten und nicht gänzlich dem Schicksal überlassenen Variante muss ich nun auch mit dem Zweifel und der Unsicherheit leben. Aber wie heißt es so schön? Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Gewissheit, ob sich der finanzielle Einsatz gelohnt hat, werde ich letztlich morgen so gegen 15.30 Uhr haben, denn dann ist mein Workshop vorüber und ich um ein „wertvolles Großprint“, wie die Veranstalter schreiben, sowie einer CD mit rund 50 bis 100 Fotos der Session und Styling- und Schminktipps reicher, wobei ich auf letztgenanntes auch verzichten könnte.
Einmal mehr gilt der Grundsatz: Wait and see …
pattyv - am Donnerstag, 3. Dezember 2009, 23:30 - Rubrik: Ein neuer Tag
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