Versager
Es gibt Tage, da sollte man einfach nicht aufstehen, Tage, an denen alles schief läuft, Tage, an denen alle Anstrengungen im Sande verlaufen, so als hätte sich das Mühen dieser Welt zum Nichtgelingen verschworen, Tage, die so tränenreich sind, dass sie sich irgendwann so schlauchend wie eine Wurzelbehandlung beim Zahnarzt anfühlen und kein Raum mehr für einen Hoffnungsfunken bleibt, Tage, an denen aller Frohsinn auf Urlaubsreise in den fernsten Fernen ist. Kurzum: Tage wie heute. Tage, zu denen andere „Scheiß Tag“ sagen würden, doch ich weiß nicht, ob diese Fäkalaussage den Kern der Misere treffen würde; wahrscheinlich nicht.
Noch zehn Minuten, … dann ist dieser Tag endlich um!
Noch zehn Minuten, … dann ist dieser Tag endlich um!
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
Irgendeinen Tod muss man ja immer sterben, fragt sich nur welchen? Seit Wochen warte ich schon darauf, dass etwas passiert, heute habe ich es endlich geschafft – ich bin jemanden, einem vier Wochen alten Auto, hinten drauf gefahren. Wie dumm muss man eigentlich sein, um das beim Ausparken mit viiiiiiiiiiel Platz und akustischen Abstandshaltern zu schaffen? Und dann wurde ich dabei auch noch gesehen. Nicht, dass ich hätte flüchten wollen, aber bei den Blicken der Zuschauer (Parkplatz am See) war ich unfähig, mich auch nur zu bewegen. Ich glaube ich habe mir noch NIEMALS mehr in meinem Leben gewünscht, unsichtbar zu sein. Mein ganzer Körper zitterte, vor Scham, dass man mich bei diesem idiotischen Unfall gesehen und aus Ärger vor dem finanziellen Schaden.
Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt zum Sterben, dachte ich mir.Mein ganzes Leben ist derzeit so unüberschaubar, grenzwertig, ichfremd, als sei aus den Fugen geraten. Wo stehe ich, wo gehe ich hin?
Und dabei weiß ich noch nicht mal, ob es das jetzt gewesen ist und nicht noch etwas anderes, Gravierenderes zuschlägt. Nicht dass ich wirklich darauf warte, aber wundern würde mich inzwischen gar nichts mehr.
Der Depp der Nation hat jetzt endlich einen Namen: meinen.
Umarmung hin oder her, das andere Gefühl hat schon die ganze Woche bestimmend sein Netz über mich geworfen. Ich bin gefangen. Gefangen in diesem engen Raum, in dem sich die Erfolge der anderen mit meinem Unvermögen zu einer unerträglichen Masse verdichtet, die mir immer mehr die Luft zum Atmen abschnürt. Einmal mehr bestimmt die Frage des Warums mein Sein. Wozu das Alles?
Ich frage mich, ob ich an einer entscheidenden Stelle in meinem Leben etwas falsch gemacht habe. Gab es diese Stelle überhaupt und wenn ja, habe ich sie wahrgenommen? Es gibt kein Zurück mehr, keinen Radiergummi, mit dem man unliebsame Details aus der Vergangenheit ausmerzen könnte, um das Leben an dieser Stelle neu zu beschreiben.
Und einmal mehr weiß ich nicht, wie es weitergehen soll. Ich bin dazu verdammt, es (das Leben), das durch die Wahrnehmung von bestimmten „Schadstoffen“ immer mehr die Substanz einer trüben Suppe gewinnt, weiterplätschern zu lassen.
Es scheint jedoch nur noch eine Frage der Zeit bis zum Umkippen dieses Gewässers.
Ich frage mich, ob ich an einer entscheidenden Stelle in meinem Leben etwas falsch gemacht habe. Gab es diese Stelle überhaupt und wenn ja, habe ich sie wahrgenommen? Es gibt kein Zurück mehr, keinen Radiergummi, mit dem man unliebsame Details aus der Vergangenheit ausmerzen könnte, um das Leben an dieser Stelle neu zu beschreiben.
Und einmal mehr weiß ich nicht, wie es weitergehen soll. Ich bin dazu verdammt, es (das Leben), das durch die Wahrnehmung von bestimmten „Schadstoffen“ immer mehr die Substanz einer trüben Suppe gewinnt, weiterplätschern zu lassen.
Es scheint jedoch nur noch eine Frage der Zeit bis zum Umkippen dieses Gewässers.

Heute komme ich irgendwie nicht mehr raus aus diesem Strudel der Selbstzweifel. Lethargisch lasse ich mich hinabziehen in die Tiefe des Sogs, der mich mit meinen quälenden Gedanken immer weiter verschlingt, dabei hatte ich mich anfänglich so sehr über diesen freien Tag gefreut, der nun inhaltsleer an mir vorüberzog.
Nein, heute schaffe ich es nicht mehr mich aufzuraffen. Anfänglich wollte ich mich heute mit einem Freund zum Frühstück treffen, was sich aber aufgrund meiner Apathie im gähnenden Nichts verlor. Der zweite Anlauf, mich mittags mit weiteren Freunden zu treffen, scheiterte ebenfalls an meinem phlegmatischen Verhalten. Genauso wie das abendliche Vorhaben, ins Kino zu gehen, obwohl ich diesem Freund den Korb der absagenden Unhöflichkeit, noch nicht überreicht habe.
Hoffe auf ein Morgen, das besser als das Heute wird ...
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
Der dritte Tag in Folge mit weniger als fünf Stunden Schlaf. Mag sein, dass andere damit zurecht kommen, um den Erfordernissen ihres Daseins gerecht zu werden. Ich nicht!
Um es kurz zu sagen: Mir geht’s nicht gut. Viel Arbeit, viel Stress und dadurch keine Zeit für ein Leben, das sich lebenswert nennen könnte.
Ich versuche zu funktionieren, doch mir fehlt die Kraft dazu - und dabei weiß ich, dass meine Zukunft davon abhängt, keine Schwäche zu zeigen.
Um es kurz zu sagen: Mir geht’s nicht gut. Viel Arbeit, viel Stress und dadurch keine Zeit für ein Leben, das sich lebenswert nennen könnte.
Ich versuche zu funktionieren, doch mir fehlt die Kraft dazu - und dabei weiß ich, dass meine Zukunft davon abhängt, keine Schwäche zu zeigen.
Ich halte das nicht mehr aus. Jetzt fange ich schon nach dem Aufwachen an zu weinen. Ich kann nicht mehr. Inzwischen ist es mir egal, ob sich Leute darüber amüsieren und mich als schwächlich erachten.
Ich bin schwächlich.
Am Mittwoch soll ich einen Autoren interviewen, der einen neuen 400 Seiten Krimi herausgebracht hat. Ich habe noch keinen Buchstaben gelesen, kann mich nicht konzentrieren. Ich habe einfach keine Kraft mehr, keine Zuversicht, kein Vertrauen in diese Welt. Ich bin am Ende.
Ich bin schwächlich.
Am Mittwoch soll ich einen Autoren interviewen, der einen neuen 400 Seiten Krimi herausgebracht hat. Ich habe noch keinen Buchstaben gelesen, kann mich nicht konzentrieren. Ich habe einfach keine Kraft mehr, keine Zuversicht, kein Vertrauen in diese Welt. Ich bin am Ende.
Ich getraue mich nicht mehr weiterzuleben. Jeder neue Tag bestätigt mir inzwischen mein Unvermögen. Ich sehe den Sinn nicht mehr, warum ich diese Bürde mir täglich neu auflasten soll.
Wozu?
Was könnte kommen, was Hoffnung ließ? Mir fällt einfach nichts ein. Nichts. Gar nichts.
Ich habe nicht mehr das Gefühl, frei atmen zu können.
Heute habe ich zum ersten Mal die Arbeit vorzeitig verlassen, weil es mir so schlecht ging. Ich meine Tränen nicht mehr unterdrücken konnte. Ich habe sogar einen Kollegen gebeten, meine Arbeit zu machen. Ist das nicht unglaublich?
In wenigen Tagen bin ich ein Jahr im Verlag. Zeit, um einen Rückblick auf die Hälfte meiner Volontariatsausbildung zu werfen. Zeit, um festzustellen, dass ich mich verändert habe, zu einem Mensch wurde, den ich nicht mehr wieder erkenne. Zeit, in der das Kind in mir einer chronischen Traurigkeit und damit einer Zumutung für die Verbliebenen gewichen ist. Zeit, in der das letzte Hoffen, dass ich vielleicht in der schreibenden Zunft eine Tätigkeit finde, die mich mit Daseinsfreude füllt, schwand.
Inzwischen fühle ich mich nicht mehr zurechnungsfähig. Mein IQ gleicht dem eines Kleinkindes in der Hülle einer faltenreichen Fassade.
Mein Leben weist in keinster Weise mehr Lebensqualität auf. Jede noch so kleine, an mich herangetragene Aufgabe überfordert mich. Ich kann nicht mehr.
Wozu?
Was könnte kommen, was Hoffnung ließ? Mir fällt einfach nichts ein. Nichts. Gar nichts.
Ich habe nicht mehr das Gefühl, frei atmen zu können.
Heute habe ich zum ersten Mal die Arbeit vorzeitig verlassen, weil es mir so schlecht ging. Ich meine Tränen nicht mehr unterdrücken konnte. Ich habe sogar einen Kollegen gebeten, meine Arbeit zu machen. Ist das nicht unglaublich?
In wenigen Tagen bin ich ein Jahr im Verlag. Zeit, um einen Rückblick auf die Hälfte meiner Volontariatsausbildung zu werfen. Zeit, um festzustellen, dass ich mich verändert habe, zu einem Mensch wurde, den ich nicht mehr wieder erkenne. Zeit, in der das Kind in mir einer chronischen Traurigkeit und damit einer Zumutung für die Verbliebenen gewichen ist. Zeit, in der das letzte Hoffen, dass ich vielleicht in der schreibenden Zunft eine Tätigkeit finde, die mich mit Daseinsfreude füllt, schwand.
Inzwischen fühle ich mich nicht mehr zurechnungsfähig. Mein IQ gleicht dem eines Kleinkindes in der Hülle einer faltenreichen Fassade.
Mein Leben weist in keinster Weise mehr Lebensqualität auf. Jede noch so kleine, an mich herangetragene Aufgabe überfordert mich. Ich kann nicht mehr.
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
Ich finde keine Ruhe mehr, schlafe in dem Bewusstsein, einen riesigen Nachholbedarf zu haben, ein, erwache mit der Sorge, das Alles nie aufholen zu können. Die Datenflut der Ticker ist immens. Es gibt so viele Einzelheiten, die darin erläutert werden, von denen ich keine Ahnung habe. Hinzu kommt das andere allgemeine Unwissen, dass es aufzuarbeiten gilt. Und lokal bezogen klaffen auch riesige, ja unüberwindbare Schluchten der Unkenntnis.
Erschwert wird das ganze Unterfangen von meiner Vergesslichkeit. Themen, die ich bereits nachgeschlagen habe, entschwinden meinem „das-habe-ich-bereits-gewusst-Modus“. Nach einigen Tagen fange ich also wieder bei Null an.
Ich kann nicht mehr. Fühle mich elend.
Erschwert wird das ganze Unterfangen von meiner Vergesslichkeit. Themen, die ich bereits nachgeschlagen habe, entschwinden meinem „das-habe-ich-bereits-gewusst-Modus“. Nach einigen Tagen fange ich also wieder bei Null an.
Ich kann nicht mehr. Fühle mich elend.
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
Ich kann nicht mehr. Mir fehlt die Kraft. Ständig Rückschläge. Kein Erfolg, der motivieren würde, weiter zu machen, der mir einen Sinn für mein Mühen gäbe.
Ich kämpfe an zu vielen Fronten, die einem weitläufigen Steppenbrand mit zahllosen Brandherden, die ich mit einem kleinen Eimer zu löschen versuche, gleichen. Es ist ein aussichtsloses Unterfangen. Gelingt es mir, einer Feuergarbe die Wolllust ihrer Flammenskraft zu nehmen, breitet sich indes an anderer Stelle das nächste lodernde Gezüngel aus. Ich kann gar nicht so schnell zur Wasserstelle laufen wie Feuersäulen einander entfachen.
Komme gerade vom Stadtrat bzw. vom Umwelt- und Planungsausschuss des selbigen. Nach drei Stunden wurde noch immer der zweite von neunzehn Punkten verhandelt. Es schien, als sei ich in einem fremden Land, in dem die Einwohner zwar die gleiche, dennoch für mich nicht verständige Sprache sprechen. Trotz aller Konzentration schaltete mein Kopf sich einfach immer wieder aus, wenn er Worte wie „Flächennutzungsplan“, „Raumordnungsverfahren“ oder „Planfeststellungsverfahren“ hörte, um nur mal ein paar wenige illustre Beispiele zu geben. Ich begriff nichts. Mein Nachfragen wurde auf Dauer für die anderen Pressevertreter, die ja nicht zum fortbildenden Erläutern meinerseits erschienen, nervend. Erschwerend kam hinzu, dass ich, abgesehen von vier Personen, keinen einzigen der mindestens zwanzig Stadträte, namentlich kannte, von ihrer politischen Zuordnung ganz zu schweigen. Kai überraschte mich heute Morgen mit der Nachricht, dass wir mittags in den Stadtrat gehen würden. Aufgrund der anderen Tätigkeiten blieb auch keine Zeit, mich in die gut 100 Seiten der uns zu diesem Ausschuss zugesandten Dokumente einzulesen, doch selbst wenn glaube ich nicht, dass das tatsächlich etwas geändert hätte.
Heute Abend war ich mit Ralf zu einem Improvisationstheatermatch verabredet, das ich nun gecancelt habe, obwohl ich mir schon so unendlich viele Male vorgenommen hatte, dorthin zu gehen. Heute Mittag hatte ich mich noch so darauf gefreut, weil dieser Wunsch endlich Realisierung finden sollte ... und jetzt fühle ich mich einfach nur noch als Versager, der keine Belohnung verdient.
Ich kämpfe an zu vielen Fronten, die einem weitläufigen Steppenbrand mit zahllosen Brandherden, die ich mit einem kleinen Eimer zu löschen versuche, gleichen. Es ist ein aussichtsloses Unterfangen. Gelingt es mir, einer Feuergarbe die Wolllust ihrer Flammenskraft zu nehmen, breitet sich indes an anderer Stelle das nächste lodernde Gezüngel aus. Ich kann gar nicht so schnell zur Wasserstelle laufen wie Feuersäulen einander entfachen.
Komme gerade vom Stadtrat bzw. vom Umwelt- und Planungsausschuss des selbigen. Nach drei Stunden wurde noch immer der zweite von neunzehn Punkten verhandelt. Es schien, als sei ich in einem fremden Land, in dem die Einwohner zwar die gleiche, dennoch für mich nicht verständige Sprache sprechen. Trotz aller Konzentration schaltete mein Kopf sich einfach immer wieder aus, wenn er Worte wie „Flächennutzungsplan“, „Raumordnungsverfahren“ oder „Planfeststellungsverfahren“ hörte, um nur mal ein paar wenige illustre Beispiele zu geben. Ich begriff nichts. Mein Nachfragen wurde auf Dauer für die anderen Pressevertreter, die ja nicht zum fortbildenden Erläutern meinerseits erschienen, nervend. Erschwerend kam hinzu, dass ich, abgesehen von vier Personen, keinen einzigen der mindestens zwanzig Stadträte, namentlich kannte, von ihrer politischen Zuordnung ganz zu schweigen. Kai überraschte mich heute Morgen mit der Nachricht, dass wir mittags in den Stadtrat gehen würden. Aufgrund der anderen Tätigkeiten blieb auch keine Zeit, mich in die gut 100 Seiten der uns zu diesem Ausschuss zugesandten Dokumente einzulesen, doch selbst wenn glaube ich nicht, dass das tatsächlich etwas geändert hätte.
Heute Abend war ich mit Ralf zu einem Improvisationstheatermatch verabredet, das ich nun gecancelt habe, obwohl ich mir schon so unendlich viele Male vorgenommen hatte, dorthin zu gehen. Heute Mittag hatte ich mich noch so darauf gefreut, weil dieser Wunsch endlich Realisierung finden sollte ... und jetzt fühle ich mich einfach nur noch als Versager, der keine Belohnung verdient.
noch kein Kommentar - Kommentar verfassen
Über das, was mich momentan wirklich bewegt, das, was mich wieder einmal mehr zweifeln lässt – die Arbeit – kann ich nicht schreiben, zumindest nicht so, um mir befreienden Atem zu verschaffen, weil ich mich davor fürchte, von Arbeitskollegen gelesen zu werden. Andererseits bringt das Reden (oder sollte ich lamentieren sagen?) über eigene Defizite, deren Wissens bezogene Krater so tiefe Furchen aufweisen, dass ich, selbst wenn ich es als aufzuarbeitendes Lebenswerk betrachte, sie niemals überwinden werde, nichts.
Wie bereits vor einigen Wochen schon geäußert, verbringe ich meine Stunden nach der Arbeit damit, Agenturmeldungen und die lokale Tageszeitung von morgen bereits schon abends zu lesen. Seltsamerweise habe ich – wie einst, als ich damals an der Uni meine Abschlussarbeiten schrieb -, das Gefühl, dass ich, je mehr ich lese, je weniger weiß, weil sich immer größere Kluften meiner Unkenntnis auftun.
Gestern fragte mich mein Pan sicherlich nicht zu Unrecht, was ich in meinem vorherigem Leben gemacht habe. Sich mit so wenig Wissen, dass sage jetzt ich, „durchzumogeln“, sich vor dieser medialen Datenflut langfristig so entziehen zu können, das scheint schon etwas Spektakuläres an sich zu haben.
Habe heute von Britta, einer Volontärin, die in Bälde mit ihrer Ausbildung fertig ist, erfahren, dass sie – bisher als einzige von den Volos, die jetzt in Kürze ihr Volontariat abschließen – als Pauschalistin übernommen wird. Von all den Redaktionen, die sie bisher durchlaufen hat, bekommt sie die Anstellung sogar in der, die sie präferiert, was mich bei Britta aufgrund ihres journalistischen Vermögens aber auch nicht wirklich wundert.
Ich wünschte, dass meine Aussichten in 15 Monaten ähnlich rosig wären, doch wenn ich ehrlich bin, dürfte man mir, aufgrund meiner Mängel, keine Stelle anbieten. Ich bin so fern davon, ein vorzügliche Redakteurin zu werden. Ich will es, aufrichtigen Herzens, doch meine Anlagen versagen mir die Realisierung.
Wie bereits vor einigen Wochen schon geäußert, verbringe ich meine Stunden nach der Arbeit damit, Agenturmeldungen und die lokale Tageszeitung von morgen bereits schon abends zu lesen. Seltsamerweise habe ich – wie einst, als ich damals an der Uni meine Abschlussarbeiten schrieb -, das Gefühl, dass ich, je mehr ich lese, je weniger weiß, weil sich immer größere Kluften meiner Unkenntnis auftun.
Gestern fragte mich mein Pan sicherlich nicht zu Unrecht, was ich in meinem vorherigem Leben gemacht habe. Sich mit so wenig Wissen, dass sage jetzt ich, „durchzumogeln“, sich vor dieser medialen Datenflut langfristig so entziehen zu können, das scheint schon etwas Spektakuläres an sich zu haben.
Habe heute von Britta, einer Volontärin, die in Bälde mit ihrer Ausbildung fertig ist, erfahren, dass sie – bisher als einzige von den Volos, die jetzt in Kürze ihr Volontariat abschließen – als Pauschalistin übernommen wird. Von all den Redaktionen, die sie bisher durchlaufen hat, bekommt sie die Anstellung sogar in der, die sie präferiert, was mich bei Britta aufgrund ihres journalistischen Vermögens aber auch nicht wirklich wundert.
Ich wünschte, dass meine Aussichten in 15 Monaten ähnlich rosig wären, doch wenn ich ehrlich bin, dürfte man mir, aufgrund meiner Mängel, keine Stelle anbieten. Ich bin so fern davon, ein vorzügliche Redakteurin zu werden. Ich will es, aufrichtigen Herzens, doch meine Anlagen versagen mir die Realisierung.