Krank sein – im Sinne von vom Arzt verordnetes zuhause bleiben – hat manchmal auch sein Gutes. Nicht nur, dass sich der Körper dann Ruhe erzwingt, um wieder zu genesen. Nein, in unserem speziellen Fall hat das gesundheitliche Knock-Out vom Pan nach einigen Tagen absoluter Bettruhe auch den Vorteil mit sich gebracht, dass er unseren Urlaubsfilm von Oslo jetzt schon geschnitten und online gestellt hat.
Mit seinen 41 Minuten ist er für alle Unbeteiligten sicherlich zu lang, zumal wir die Tageserlebnisse ja schon in Wort und Bild gepostet hatten. Wer dennoch ein paar bewegte Bilder zu unserer Oslo-Reise sehen möchte, kann ja mal reinschauen. Ich selbst mache mich – wie so oft – aber sehr rar in den Film, was daran liegt, dass ich mich für absolut kamerauntauglich halte und mir im Nachhinein auch nicht mein Faltengesicht ansehen mag, weil mich das dann nur runter zieht.
Die Schlussszene mit Tim und der Abspann sind aber ganz witzig.
Kleiner Hinweis am Rande: Der Film braucht einen Moment, bis er geladen ist!
Mit seinen 41 Minuten ist er für alle Unbeteiligten sicherlich zu lang, zumal wir die Tageserlebnisse ja schon in Wort und Bild gepostet hatten. Wer dennoch ein paar bewegte Bilder zu unserer Oslo-Reise sehen möchte, kann ja mal reinschauen. Ich selbst mache mich – wie so oft – aber sehr rar in den Film, was daran liegt, dass ich mich für absolut kamerauntauglich halte und mir im Nachhinein auch nicht mein Faltengesicht ansehen mag, weil mich das dann nur runter zieht.
Die Schlussszene mit Tim und der Abspann sind aber ganz witzig.
Kleiner Hinweis am Rande: Der Film braucht einen Moment, bis er geladen ist!
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Das Glück ist uns weitestgehend hold, wenngleich es uns auch ein paar Hindernisse in den Weg legt, die wir aber mit dem angestrebten Kletterschein künftig vielleicht leichter zu erklimmen wissen. Mal schauen.
Schritt 1 ist vollzogen: ich habe uns heute persönlich beim Deutschen Alpenverein angemeldet.
Schritt 2 – passende Ausrüstung zulegen und Jahreskarte im Kletterzentrum erwerben – erfolgt am Samstag.
Und am Montag starten wir mit dem beginnenden Kurs Schritt 3, worüber ich angesichts meiner immer weiter zunehmenden Rückenschmerzen auch wirklich froh bin. Hoffentlich hilft’s!
Schritt 1 ist vollzogen: ich habe uns heute persönlich beim Deutschen Alpenverein angemeldet.
Schritt 2 – passende Ausrüstung zulegen und Jahreskarte im Kletterzentrum erwerben – erfolgt am Samstag.
Und am Montag starten wir mit dem beginnenden Kurs Schritt 3, worüber ich angesichts meiner immer weiter zunehmenden Rückenschmerzen auch wirklich froh bin. Hoffentlich hilft’s!
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„Fazit: ich will mehr!“ hatte ich jüngst in meinem Beitrag zu unserem Erlebnis im Kletterzentrum geschrieben. Nachdem nun einige Tage verstrichen sind, haben wir uns entschlossen, zwei Kletterscheine (Toprope und Vorstieg) zu erwerben, um eigenständig in der Halle und später – mit einer gewissen Übung – auch Outdoor klettern zu können.
Wenn alles so klappt, wie wir uns das vorstellen, haben wir schon heute in einer Woche (7. Juni) unseren ersten Schulungstag.
Wenn alles so klappt, wie wir uns das vorstellen, haben wir schon heute in einer Woche (7. Juni) unseren ersten Schulungstag.
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„Wollen wir morgen wirklich so früh aufstehen, um einen passablen - im Sinne von nutzenfreundlichen – Zug nach Bremen zu erreichen oder nicht lieber doch erst am Pfingstmontag zur James Rizzi-Ausstellung fahren, wenn wir etwas erholter sind“, fragte der Pan gestern Abend zur Nacht schlafenden Stunde.
Hmmm, …
O.k., wir waren k.o., keine Frage, aber James Rizzi verschieben? Nachdem der Wetterbericht in Bremen für Montag unvorteilhaftes Wetter vorhersagte und ich mir nach der Ausstellung ja auch noch ein wenig von der Stadt ansehen wollte (der Pan selbst kennt Bremen), die heute noch von einem Sonnen-Wolken-Mix gesäumt werden sollte, war mir sofort klar, dass wir heute fahren würden.
Die Frage war nur noch, ob wir uns zeitlich wirklich so stressen wollten. Der frühe Zug fuhr in einer Tour durch, der nächst folgende wäre ein Bummelzug gewesen, der uns zeitlich weit zurück geworfen hätte.
Kurzerhand stellten wir zum Morgengrauen den Wecker, um dann aus dieser Befindlichkeit heraus noch einmal aktuell entscheiden zu können, wie fit wir wirklich sind und ob wir den Trip trotz regnerischer Voraussage nicht vielleicht doch einen Tag später realisieren. Doch trotz kurzen Schlafes und vom Muskelkater (wegen des Kletterns) ein wenig geplagt, entschlossen wir uns schließlich für den heutigen frühen Morgenzug, der uns schon am Vormittag in Bremen eintrudeln ließ.
Vorteilhafter Weise war der Weg vom Bahnhof bis zur Messehalle, in der die weltgrößte Ausstellung des New Yorker Künstlers gezeigt wird, ganz rasch zu Fuß zu erreichen. Angenehm für uns war die Tatsache, dass während unseres Aufenthaltes dort relativ wenig Besucher zu Besichtigung waren, so dass ich – von den Spiegelungen einmal abgesehen – weitestgehend gut und ungestört fotografieren konnte.
Tja, was soll ich sagen?
Zunächst einmal folgendes: Wenn ich nicht so unendlich müde wäre (mir fallen immer wieder die Augen zu), könnte ich der Retrospektive jetzt ausschweifend des Lobes huldigen, doch es fällt mir schwer, den lebensbejahenden Künstler Rizzi mit seinem Schaffensstil in angemessene Worte zu kleiden. Eigentlich muss man ihn, das heißt seine Kunstwerke, gesehen haben, die so facetten- und ideenreich und farbenfroh sind, um ein Empfinden für das Grandiose seiner Werke, die sich meistens aus schlichter Einfachheit nähren, oftmals so, als wären sie von Kinderhand gemalt, erkennen zu können. Kein Foto kann das Original wirklich wiedergeben, weswegen ich hier auch damit hadere, da ich den Eindruck nicht verfälschen oder die Leistung des Pop-Art-Künstlers als „naive Malerei“ dastehen lassen möchte. Den 3D-Effekt mit den Abstandspads innerhalb eines Bildes gibt’s eben nur vor Ort zu sehen, wenn man ein Bild von allen Seiten betrachtet und sich verschiedener Blickwinkel bedient.
Fakt ist, dass diese Ausstellung mit ihren rund 1.200 Werken, in der neben den Gemälden und Zeichnungen auch ein großes Modell seines gestalteten Flugzeuges
, zwei bemalte VW-Beetle, Keramikgeschirr oder gestaltete Plattencover gezeigt werden, für mich – und nur für mich kann ich sprechen – mit einer der besten ist, die ich jemals gesehen habe.
Auch wenn die größeren Bilder einen anfänglich mit ihrem überbordenden Detailreichtum manchmal zu erschlagen scheinen, finde ich gerade auch diese, wenn man sich die Zeit dafür nimmt, absolut genial, da man so unendlich viel zu entdecken hat, egal wo man hinschaut. Es ist wie eine Spielwiese für das Auge, das sich an seinen Bildern meines Erachtens nicht langweilen kann.
Soviel mal zur Ausstellung, die ja der vornehmliche Grund unseres Besuches war. Am Nachmittag sind wir im Anschluss auch noch ein wenig in die Stadt geschlendert, um der Windmühle am Wall, Roland (Freiheitssymbol der Stadt), dem Rathaus und den Bremer Stadtmusikanten „Hallo“ zu sagen. Später durchschritten wir noch die als Gesamtkunstwerk bekannte Böttcherstraße und schließlich auf dem Rückweg zum Bahnhof auch noch das historische und liebevoll restaurierte Stadtviertel „Schnoor“, wobei wir uns hierbei schon minimal sputeten, um den Zug noch rechtzeitig zu erreichen.
Insofern war der heutige Tag – wie der gestrige – für mich rundum gelungen. Morgen wollen wir gegebenenfalls, wenn das Wetter mitspielt und in uns noch ausreichend Kraftreserven stecken, die Landesgartenschau in Bad Nauheim besuchen. Jetzt steht aber erstmal nächtliche Erholung auf dem Pfingst-Programm.
Hmmm, …
O.k., wir waren k.o., keine Frage, aber James Rizzi verschieben? Nachdem der Wetterbericht in Bremen für Montag unvorteilhaftes Wetter vorhersagte und ich mir nach der Ausstellung ja auch noch ein wenig von der Stadt ansehen wollte (der Pan selbst kennt Bremen), die heute noch von einem Sonnen-Wolken-Mix gesäumt werden sollte, war mir sofort klar, dass wir heute fahren würden.
Die Frage war nur noch, ob wir uns zeitlich wirklich so stressen wollten. Der frühe Zug fuhr in einer Tour durch, der nächst folgende wäre ein Bummelzug gewesen, der uns zeitlich weit zurück geworfen hätte.Kurzerhand stellten wir zum Morgengrauen den Wecker, um dann aus dieser Befindlichkeit heraus noch einmal aktuell entscheiden zu können, wie fit wir wirklich sind und ob wir den Trip trotz regnerischer Voraussage nicht vielleicht doch einen Tag später realisieren. Doch trotz kurzen Schlafes und vom Muskelkater (wegen des Kletterns) ein wenig geplagt, entschlossen wir uns schließlich für den heutigen frühen Morgenzug, der uns schon am Vormittag in Bremen eintrudeln ließ.
Vorteilhafter Weise war der Weg vom Bahnhof bis zur Messehalle, in der die weltgrößte Ausstellung des New Yorker Künstlers gezeigt wird, ganz rasch zu Fuß zu erreichen. Angenehm für uns war die Tatsache, dass während unseres Aufenthaltes dort relativ wenig Besucher zu Besichtigung waren, so dass ich – von den Spiegelungen einmal abgesehen – weitestgehend gut und ungestört fotografieren konnte.
Tja, was soll ich sagen?
Zunächst einmal folgendes: Wenn ich nicht so unendlich müde wäre (mir fallen immer wieder die Augen zu), könnte ich der Retrospektive jetzt ausschweifend des Lobes huldigen, doch es fällt mir schwer, den lebensbejahenden Künstler Rizzi mit seinem Schaffensstil in angemessene Worte zu kleiden. Eigentlich muss man ihn, das heißt seine Kunstwerke, gesehen haben, die so facetten- und ideenreich und farbenfroh sind, um ein Empfinden für das Grandiose seiner Werke, die sich meistens aus schlichter Einfachheit nähren, oftmals so, als wären sie von Kinderhand gemalt, erkennen zu können. Kein Foto kann das Original wirklich wiedergeben, weswegen ich hier auch damit hadere, da ich den Eindruck nicht verfälschen oder die Leistung des Pop-Art-Künstlers als „naive Malerei“ dastehen lassen möchte. Den 3D-Effekt mit den Abstandspads innerhalb eines Bildes gibt’s eben nur vor Ort zu sehen, wenn man ein Bild von allen Seiten betrachtet und sich verschiedener Blickwinkel bedient.Fakt ist, dass diese Ausstellung mit ihren rund 1.200 Werken, in der neben den Gemälden und Zeichnungen auch ein großes Modell seines gestalteten Flugzeuges
, zwei bemalte VW-Beetle, Keramikgeschirr oder gestaltete Plattencover gezeigt werden, für mich – und nur für mich kann ich sprechen – mit einer der besten ist, die ich jemals gesehen habe. Auch wenn die größeren Bilder einen anfänglich mit ihrem überbordenden Detailreichtum manchmal zu erschlagen scheinen, finde ich gerade auch diese, wenn man sich die Zeit dafür nimmt, absolut genial, da man so unendlich viel zu entdecken hat, egal wo man hinschaut. Es ist wie eine Spielwiese für das Auge, das sich an seinen Bildern meines Erachtens nicht langweilen kann.
Soviel mal zur Ausstellung, die ja der vornehmliche Grund unseres Besuches war. Am Nachmittag sind wir im Anschluss auch noch ein wenig in die Stadt geschlendert, um der Windmühle am Wall, Roland (Freiheitssymbol der Stadt), dem Rathaus und den Bremer Stadtmusikanten „Hallo“ zu sagen. Später durchschritten wir noch die als Gesamtkunstwerk bekannte Böttcherstraße und schließlich auf dem Rückweg zum Bahnhof auch noch das historische und liebevoll restaurierte Stadtviertel „Schnoor“, wobei wir uns hierbei schon minimal sputeten, um den Zug noch rechtzeitig zu erreichen.
Insofern war der heutige Tag – wie der gestrige – für mich rundum gelungen. Morgen wollen wir gegebenenfalls, wenn das Wetter mitspielt und in uns noch ausreichend Kraftreserven stecken, die Landesgartenschau in Bad Nauheim besuchen. Jetzt steht aber erstmal nächtliche Erholung auf dem Pfingst-Programm.
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Dass ich mal auf so eine angenehme Art kaputt sein könnte, hätte ich auch nicht gedacht, aber es fühlt sich unglaublich gut an. Woher die ganze Erschöpfung rührt?Der Pan und ich waren heute Morgen im Kletterzentrum, wo ich uns fürs einen Schnupperkurs angemeldet hatte. Um warm zu werden und die Muskulatur zu lockern, haben wir dort anfänglich erst ein wenig gebouldert (sprich in niedriger Absprunghöhe ohne Seil zu klettern versucht), bevor wir an der ersten, nicht so hohen Wand eine bunte Route mit leichtem Überhang kletterten. Wichtig war zu dem Zeitpunkt einfach mal, ein Gespür für die Griffe, die Höhe und den Weg nach oben zu bekommen, wobei ich zu diesem Zeitpunkt schon vom Bouldern so Angst beladen war (halten die Griffe, habe ich genügend Kraft, um in unserer kleinen Gruppe von sechs Personen nicht als völliger Trottel dazustehen?), dass ich an der ersten 7,50 Meter hohen Wand völlig zu zittern begann, zumal wir an dieser ja auch schon mit Sicherungsgurten aufstiegen und ich diesbezüglich gleichermaßen die Angst in mir trug, ob diese mich halten würden, falls ich fallen würde. Nun gut. Da ich wieder lebend zuhause angekommen bin, erübrigt sich ein weiteres Auslassen zu diesem Thema. Fakt ist, ich hatte Angst und je höher ich kletterte, umso größer wurde meine Angst. Aber ich kam oben an, konnte mich vor zittern aber kaum mehr halten. Selbst als ich wieder unten war, hörten meine Beine und Hände nicht auf zu zittern. Am liebsten hätte ich mich davon geschlichen, wenn es nicht aufgefallen wäre. Was wollte ich dort? Irgendwie hatte ich mir das ganz anders vorgestellt, vor allem ging ich nicht davon aus, dass mich derart meine Angst bestimmen würde. Meine Nerven lagen blank.
Während ich mich zu beruhigen versuchte, kletterten die anderen Teilnehmer an dem Kurs bereits an der nächsten Route, diesmal eine gezielt einfarbige, um in einem Schwierigkeitsgrad zu bleiben. Seltsamerweise kam ausnahmslos jeder von dieser Route mit der Aussage „diese war wesentlich leichter als die erste“ zurück. Beruhigt hat mich das nicht, schließlich muss mein Empfinden ja nichts mit dem der anderen zu tun haben. Tröstlich fand ich nur, dass an dieser zweiten Route kein Überhang mit war.Aber sie behielten recht – diese rote Route war wirklich wesentlich einfacher als die erste. Als ich oben war, fühlte ich mich plötzlich wie der Bezwinger eines Berges. Ich jubelte. Meine Angst war weg.
Im Anschluss daran gingen wir runter in die große Kletterhalle, deren Höhe mir im Vorfeld schon so viel Respekt abverlangt hatte, dass ich alleine beim Betrachten derselben gesagt hatte: „Selbst wenn ich die Kraft hätte, bis ganz nach oben zu kommen, würde ich das alleine schon aufgrund der Höhe niemals machen“. Es kam aber anders.
Dominik, unser Kursleiter, führte uns an eine Wand mit einer grünen und schwarzen Route. Die grüne sei einfacher, als die schwarze, meinte er. Ich war die letzte in der Gruppe. Grün oder schwarz, das war hier für mich die Frage. Bei grün hatte ich die Hoffnung darauf, den ganzen Weg, also den, den ich vorher noch so gefürchtet hatte, bis nach oben zu kommen. Ich wusste ja nicht, wie viel Kraft mir diese hohe Wand abverlangt, aber ich wollte oben ankommen. Andererseits reizte mich auch die Herausforderung der schwarzen Route, die überraschend niemand von den anderen Teilnehmern wählte. Grün oder schwarz? Ich haderte. Vielleicht fange ich schwarz an und klettere dann in grün weiter, wenn es mir zu schwierig ist, dachte ich. Realisieren konnte ich das aber nicht, weil das mit der Sicherung nicht geklappt hätte. Ich entschied mich für schwarz, mein lieber Pan meinte dann aber, dass ich sicherheitshalber doch lieber grün klettern soll. Nun gut. Ich kletterte die grüne Route. Und ich kam oben an. Eigentlich sogar recht zügig, nachdem ich festgestellt hatte, dass man auch gaaaanz viel mit den Beinen arbeiten kann. Erneuter Jubel.
Nachdem nur noch eine Viertelstunde des gebuchten Kurses übrig war, fragte Dominik, ob wir noch einmal die andere schwarze Route klettern wollten oder raus auf die Slackline. Ich wollte klettern, alle anderen raus. „Nun gut, dann ordne ich mich der Mehrheit natürlich unter“, sagte ich etwas wehmütig. Überraschenderweise kam aber seitens der Teilnehmer, die von meiner Absicht wussten, auch noch die schwarze Route klettern zu wollen, der Vorschlag, dass sie schon mal rausgehen und Dominik mich als Einzige die schwarze Route klettern lässt. Gesagt. Getan. Und ich habe sie bezwungen! Atemberaubend! Und wiederholter Jubel. Ich war begeistert, alles geschafft zu haben, was ich mir vorgenommen zu haben.Danach sind wir zusammen noch ein wenig zur Slackline, auf der man die Balance, Konzentration und Koordination optimieren kann.
Fazit: ich will mehr!
Unglaublich, dass sich meine Meinung von dem ersten Gefühl heute Morgen, als ich noch wirklich abhauen wollte, so ändern kann.
Im Anschluss ans Kletterzentrum haben wir uns – bei wilden Trommelklängen und mit arabischen Spezialitäten – noch auf dem Africa Festival vergnügt, später ein wenig Tischtennis gespielt und uns dann mit Speedminton die Zeit versüßt. Letztlich haben wir aber erst, als wir nach Hause kamen, gespürt, wie fertig wir wirklich sind. Wenn’s nach mir geht, könnten wir unsere freien Tage durchaus öfter so gestalten.
Für morgen steht Bremen auf dem Programm, wo wir uns die James Rizzi-Ausstellung – ich bin ein großer Anhänger seiner 3D-Grafiken – ansehen werden. Das Leben kann echt schön sein, wenn man Zeit hat, es zu leben.
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Fast wie üblich, wenn ich von der Arbeit nach Hause fahre, höre ich Musik und in diesem für die Außenwelt Schallschutz gesicherten Bereich bin ich dann auch mutig genug, auf schlechtestem DSDS-Level meine Gesangskünste zum Besten zu geben. In Gedanken verloren rauschte der Asphalt unter mir vorbei, bis ich plötzlich – ich war nur zwei kleine Kurven von zuhause entfernt - ein „Stop - Polizei“ im Rückspiegel hinter mir aufleuchten sah. Wer mich kennt, weiß, dass spätestens jetzt Panik angesagt ist. Der Tacho zeigte 60 km/h. Erlaubt waren 50. Ich vermute aber, dass ich schon sofort als ich die Polizei im Rückspiegel sah, zu bremsen begann. Insofern waren die 60 km/h relativ. Andererseits hielt ich es auch für möglich, irgendetwas anderes falsch gemacht zu haben, da ich ja ganz im Einklang mit der Musik verschmolzen war.
Völlig planlos hielt ich am rechten Fahrbahnrand an und stieg zitternd aus, um auf die beiden Polizisten zuzugehen, von denen mir einer sagte, dass ich mich wieder zurück ins Auto begeben sollte. Dort sitzend wurde ich nach meinem Führerschein und zum ersten Mal in meinem Leben auch nach den Fahrzeugschein gefragt, von dem ich gar nicht so genau wusste, wo er sich befand, zumindest nicht im Detail, wobei ich ihn aber recht schnell fand, was mir allerdings wegen meiner Aufregung wie eine kleine Ewigkeit vorkam.
„Wo wollen Sie denn so schnell hin?“, wollte der Polizist wissen. „Eigentlich nirgends“, meinte ich und fügte hinzu, dass ich gleich um die Ecke wohne. „Ich war in Gedanken verloren und hörte Musik. Wenn ich zu schnell war, dann tut es mir leid, und wenn es dafür eine Strafe gibt, muss ich diese wohl zahlen.“, ergänzte ich etwas kleinlaut.
Ich erfuhr, dass ich laut des Tachos der Polizisten 70 km/h gefahren sei. Eindeutig zu schnell. Keine Frage!
Als die beiden dann auch noch Verbandskasten und Warndreieck sehen wollten, hatte ich gleichermaßen keine Ahnung, wo jene sich konkret befinden. Irgendwo im Kofferraum, dachte ich, weshalb ich diesen mit der Bemerkung „Ohje, jetzt haben Sie mich erwischt!“ öffnete und den Verbandskasten dann aber doch recht schnell fand. Bei der Suche nach dem Warndreieck war der Polizist schneller. Da beide werksbedingt recht neu sind, gab’s diesbezüglich auch keine Beanstandung und es blieb bei der äußeren Besichtigung.
Mit einer Strafe rechnend, bekam ich aber schließlich doch ein verständnisvolles „Also Frau soundso, in Zukunft schauen Sie aber bitte mehr auf den Tacho“ zu hören und fragte explizit noch einmal nach, ob ich nicht irgendeine Strafe bekäme, was die beiden verneinten.
Völlig perplex warf ich ihnen eine Kusshand zu und sagte, dass ich sie heute in mein Abendgebet mit einschließe, worauf sie aber zum Glück nicht reagierten.
Im Nachhinein, jetzt beim Schreiben dieser Zeilen, habe ich mich ohnehin gefragt, ob die Polizisten mir in diesem Fall überhaupt eine Strafe hätten aufbrummen dürfen, weil es ja theoretisch keinen Beweis dafür gibt. Nicht dass ich es geleugnet hätte, aber ob sie es gedurft hätten?
Wie auch immer. Heute hatte ich Glück oder anders: heute bin ich an zwei nachsichtige Polizisten geraten. Erfreulich!
Völlig planlos hielt ich am rechten Fahrbahnrand an und stieg zitternd aus, um auf die beiden Polizisten zuzugehen, von denen mir einer sagte, dass ich mich wieder zurück ins Auto begeben sollte. Dort sitzend wurde ich nach meinem Führerschein und zum ersten Mal in meinem Leben auch nach den Fahrzeugschein gefragt, von dem ich gar nicht so genau wusste, wo er sich befand, zumindest nicht im Detail, wobei ich ihn aber recht schnell fand, was mir allerdings wegen meiner Aufregung wie eine kleine Ewigkeit vorkam.
„Wo wollen Sie denn so schnell hin?“, wollte der Polizist wissen. „Eigentlich nirgends“, meinte ich und fügte hinzu, dass ich gleich um die Ecke wohne. „Ich war in Gedanken verloren und hörte Musik. Wenn ich zu schnell war, dann tut es mir leid, und wenn es dafür eine Strafe gibt, muss ich diese wohl zahlen.“, ergänzte ich etwas kleinlaut.
Ich erfuhr, dass ich laut des Tachos der Polizisten 70 km/h gefahren sei. Eindeutig zu schnell. Keine Frage!
Als die beiden dann auch noch Verbandskasten und Warndreieck sehen wollten, hatte ich gleichermaßen keine Ahnung, wo jene sich konkret befinden. Irgendwo im Kofferraum, dachte ich, weshalb ich diesen mit der Bemerkung „Ohje, jetzt haben Sie mich erwischt!“ öffnete und den Verbandskasten dann aber doch recht schnell fand. Bei der Suche nach dem Warndreieck war der Polizist schneller. Da beide werksbedingt recht neu sind, gab’s diesbezüglich auch keine Beanstandung und es blieb bei der äußeren Besichtigung.
Mit einer Strafe rechnend, bekam ich aber schließlich doch ein verständnisvolles „Also Frau soundso, in Zukunft schauen Sie aber bitte mehr auf den Tacho“ zu hören und fragte explizit noch einmal nach, ob ich nicht irgendeine Strafe bekäme, was die beiden verneinten.
Völlig perplex warf ich ihnen eine Kusshand zu und sagte, dass ich sie heute in mein Abendgebet mit einschließe, worauf sie aber zum Glück nicht reagierten.
Im Nachhinein, jetzt beim Schreiben dieser Zeilen, habe ich mich ohnehin gefragt, ob die Polizisten mir in diesem Fall überhaupt eine Strafe hätten aufbrummen dürfen, weil es ja theoretisch keinen Beweis dafür gibt. Nicht dass ich es geleugnet hätte, aber ob sie es gedurft hätten?
Wie auch immer. Heute hatte ich Glück oder anders: heute bin ich an zwei nachsichtige Polizisten geraten. Erfreulich!
pattyv - am Dienstag, 18. Mai 2010, 21:14 - Rubrik: Ein neuer Tag
Wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erzählen, manchmal sogar dann, wenn er glaubt, im sicheren Hafen der Heimat eingelaufen zu sein. In unserem Fall, als wir vorhin nach dem Rückflug von Oslo bereits den Frankfurter Flughafen verlassen haben und bei Airparks, einem Anbieter, der einfaches und günstiges Parken in zentraler Nähe des Flughafens ermöglicht, unser Auto in Empfang nehmen wollten.
Dem Busshuttle kaum entstiegen, kam uns auch gleich ein Mann entgegen, der uns darauf ansprach, ob wir Familie soundso seien, was wir bejahten. „Oh Gott“, dachte ich, „bestimmt ist uns irgendjemand ins Auto gefahren“. Aber Nein! Es kam ganz anders. Es war vielmehr so, dass wir der 1 Millionste Benutzer von Airparks waren und aufgrund dessen mit einem reichhaltigen Geschenkkorb mit Frankfurter Spezialitäten – angefangen von Babbelwasser, Uffstrich über Haddekuche, der unter anderem Schoppefetzern und annern Tagedieben empfohlen wird, bis hin zu Scheißwettertee – belohnt wurden. Ist das zu fassen? Irgendwie kann ich es jetzt noch immer nicht glauben. Nach den Glückwünschen wurde mit den Verantwortlichen und uns auch noch ein Foto gemacht, welches in einer Fachzeitschrift veröffentlich wird. Der Erheiterung und meines Unglaubens wegen lasse ich mir selbiges übrigens auch noch zukommen.
Inzwischen sind wir seit rund einer Stunde zuhause, der Koffer bereits geleert und die erste Waschmaschine gefüllt. Ab morgen regiert wieder der Alltag, zumindest bis zum nächsten Samstag, wo ich uns für einen Kurs im Kletterzentrum eingebucht habe.
Dem Busshuttle kaum entstiegen, kam uns auch gleich ein Mann entgegen, der uns darauf ansprach, ob wir Familie soundso seien, was wir bejahten. „Oh Gott“, dachte ich, „bestimmt ist uns irgendjemand ins Auto gefahren“. Aber Nein! Es kam ganz anders. Es war vielmehr so, dass wir der 1 Millionste Benutzer von Airparks waren und aufgrund dessen mit einem reichhaltigen Geschenkkorb mit Frankfurter Spezialitäten – angefangen von Babbelwasser, Uffstrich über Haddekuche, der unter anderem Schoppefetzern und annern Tagedieben empfohlen wird, bis hin zu Scheißwettertee – belohnt wurden. Ist das zu fassen? Irgendwie kann ich es jetzt noch immer nicht glauben. Nach den Glückwünschen wurde mit den Verantwortlichen und uns auch noch ein Foto gemacht, welches in einer Fachzeitschrift veröffentlich wird. Der Erheiterung und meines Unglaubens wegen lasse ich mir selbiges übrigens auch noch zukommen.Inzwischen sind wir seit rund einer Stunde zuhause, der Koffer bereits geleert und die erste Waschmaschine gefüllt. Ab morgen regiert wieder der Alltag, zumindest bis zum nächsten Samstag, wo ich uns für einen Kurs im Kletterzentrum eingebucht habe.